DER KORAN 1: Die Ordnung
Das Verständnis des Koran und des Islams wird immer durch die Zeitumstände bestimmt. Die Bedeutung, die ihm in der Zeit seiner Entstehung (610-632) zugeschrieben wurde, unterscheidet sich grundlegend von jener, mit der Menschen in der Moderne ihn zu verstehen versuchen. In dieser Vorlesung wird gezeigt, wie sich die spätantike Deutung des Korans von der modernen Lesart unterscheidet.
Im ersten Teil der Vorlesung geht es um die Rekonstruktion der Bedeutungswelten, die in der islamischen Frühzeit durch den Koran erzeugt und angesprochen wurden. Es wird gezeigt, dass der spätantike Koran weder als Gesetzesbuch noch als Regelungswerk für das Leben der Musliminnen und Muslime verstanden wurde, sondern als Pforte in eine transzendente Welt.
Zeitstempel
00:00 Die Moderne als Rahmung des Korans
04:43 Der Koran in der Spätantike
08:00 Der Koran – ikonographisch
11:07 Der Koran – liturgisch
12:51 Der Koran – arabisch
16:58 Der Koran und die Ordnung der Normen
21:19 Der Koran und die Scharia
TEIL 2: Der Koran - Die Sammlung - • Reinhard Schulze: Der Koran 2 - Die Sammlung