Delko Rittersrort (Medienpräsenz)

10:12

Im selben Jahr wurden Anteile an der bereits 1921 gegründeten Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft (Deruluft) übernommen.

Ab dem Jahre 1926 hatte die Luft Hansa Versuche mit Nachtflügen unternommen. Als Ergebnis dieser Versuche konnte ein Nachtpost- und Nachtfrachtverkehr aufgenommen werden. Danach war es möglich, ab dem 1. Mai die erste Nachtflugstrecke mit einer dreimotorigen Junkers G 24 vom Flugplatz Tempelhof in Berlin nach Königsberg (Flughafen Devau) zu eröffnen.[4] Aufsehen erregte die Einrichtung einer regelmäßigen Flugverbindung Berlin--Moskau, einer damals ungewöhnlich weiten Strecke. Erklärtes Ziel war das Knüpfen eines Liniennetzes zwischen allen europäischen Metropolen. Nach dem Fall der Beschränkungen für die deutsche Luftfahrt durch das Pariser Luftfahrtabkommen wurde eine Fluglinie Berlin--Köln (Butzweilerhof)--Paris (Le Bourget) unter Zusammenarbeit mit den französischen Lignes Forman eingerichtet. Im Sommer kamen die beliebten Bäderstrecken an Nord- und Ostsee hinzu. Ende des Jahres waren bei der Luft Hansa bereits 1527 Personen beschäftigt. Im ersten Betriebsjahr wurden mehr als sechs Millionen Flugkilometer zurückgelegt, indem 56.268 Fluggäste, 258 Tonnen Fracht und 301 Tonnen Post transportiert wurden.

11:15

Bis zum Ende der 1920er-Jahre etablierte sich die Deutsche Luft Hansa als internationale Luftfahrtgesellschaft. Deren Gründung am 6. Januar 1926 erfolgte durch Fusion des Deutschen Aero Lloyd mit der Junkers Luftverkehr AG die Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft mit Sitz Berlin.[1] Die Initiative ging von der Reichsregierung aus, die sich eine Verringerung der Subventionszahlung an die beiden hoch verschuldeten Unternehmen erhoffte. Auf privatwirtschaftlicher Seite spielte der stellvertretende Direktor der Deutsche Bank AG, Kurt Weigelt, dabei eine bedeutende Rolle. Vorsitzender der Fusionskommission war Max Schwab, Vorstandsvorsitzender der Rheinbahn AG in Düsseldorf, die wegen ihrer Beteiligung an der Düsseldorfer Flughafenbetriebsgesellschaft an der Entwicklung des Luftverkehrs interessiert war.[2] Der Flugzeugbestand umfasste am Gründungstag 162 Flugzeuge, die meisten davon veraltete Militärmaschinen aus dem Ersten Weltkrieg, jedoch mit der Junkers F 13 auch das erste speziell als Passagiermaschine konstruierte Flugzeug. Wichtigster Flughafen war Berlin-Tempelhof, von wo aus am 6. April 1926 auch der erste planmäßige Flug startete, der über Halle, Erfurt und Stuttgart (Flughafen Böblingen) nach Zürich (Flugplatz Dübendorf) führte und damit auch den ersten planmäßigen Auslandsflug darstellte. Das eingesetzte Flugzeug, ein Fokker-Grulich-Hochdecker, trug als Firmenlogo der neuen Fluggesellschaft das blau-gelbe Kranich-Emblem, das aus der Kombination der Firmenlogos der beiden Vorgängerfirmen entstand.

11:09

Im Dezember 1917 gründeten die Firmen Hapag, Luftschiffbau Zeppelin und AEG unter Mitwirkung der Deutschen Bank die Deutsche Luft-Reederei (DLR). Ihren ersten Linienflug führte die DLR im Februar 1919 von Berlin nach Weimar durch. 1923 schloss sich die DLR mit mehreren in Deutschland neu entstandenen Luftfahrtunternehmen zum Deutschen Aero Lloyd zusammen

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Dieser Artikel umfasst den Zeitraum des Bestehens des ersten Unternehmens mit dem Namen Deutsche Luft Hansa AG (Schreibweise ab 1933: Deutsche Lufthansa AG), das am 6. Januar 1926 gegründet wurde und den Flugbetrieb mit dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur 1945 einstellte (die endgültige Liquidation erfolgte im Jahr 1951) sowie den Zeitraum seit Gründung der Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf (LUFTAG) im Jahr 1953, die 1954 in Deutsche Lufthansa AG umbenannt wurde und ihren ersten Linienflug am 1. April 1955 durchführte. Bei der heutigen Deutschen Lufthansa AG handelt es sich also nicht um eine Rechtsnachfolgerin der „alten" Deutschen Lufthansa AG. In keinerlei rechtlicher Beziehung stand die „neue" Deutsche Lufthansa AG mit der von der DDR am 1. Juli 1955 gegründeten Deutschen Lufthansa, die 1963 liquidiert und deren Flugbetrieb von der Interflug weitergeführt wurde.