Man nannte ihn "Dr. Tod" und "Schlächter von Mauthausen". Aribert Heim war jahrzehntelang der meistgesuchte NS-Verbrecher. Heim war nur wenige Monate in einem Konzentrationslager, wurde in dieser Zeit aber berüchtigt für seine unvorstellbar grausamen „Behandlungen“ von Häftlingen. Nach dem Krieg führte er abgetaucht zunächst ein bürgerliches Leben als Frauenarzt und Familienvater. Kurz vor seiner Verhaftung tauchte er 1962 in Kairo unter und baute sich ein neues Leben auf. Jeder liebte diesen älteren deutschen Mann, alle nannten ihn "Onkel". Niemand ahnte auch nur was für ein Monster vor ihnen stand.
Literatur:
Nicholas Kulish u. Souad Mekhennet: Dr. Tod: Die lange Jagd nach dem meistgesuchten NS-Verbrecher
Alle verwendeten Zeitungsartikel aus Online-Archiven wurden im Laufe der Folge erwähnt
Das Folgenbild zeigt einen Ausschnitt aus Heims ägyptischen Führerschein (links) und einen Auszug aus einem Zeitungsartikel der in Deutschland über ihn veröffentlicht wurde (rechts). Beides entnommen aus: https://www.nytimes.com/interactive/projects/documents/from-the-briefcase-of-aribert-heim