Die Welt regieren von Mark Mazower

Die Welt regieren von Mark MazowerWenn man die Idee eines Friedens zwischen den Völkern ernst nimmt, liegt die Gründung einer globalen Schiedsinstanz in Auseinandersetzungen nahe. Mark Mazowers Buch schildert das konfliktreiche Wechselspiel von völkerrechtlicher Idee und faktischen Machtverhältnissen seit 1815, als eine europäische Koalition versuchte, die napoleonische Machtausdehnung einzudämmen. Internationale Institutionen mit eigenen Machtbefugnissen wurden geschaffen, nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund, nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinten Nationen. Aber es zeigte sich rasch, dass diese Institutionen nicht mehr Handlungsspielraum hatten, als ihnen die jeweiligen nationalen Supermächte zugestanden. Waren die United Nations in den 1960er Jahren noch eine nützliche Ergänzung der amerikanischen Dominanz, verschoben sich die Gewichte spätestens seit den 1980er Jahren auf andere internationale Institute wie Weltbank und IWF, wobei zunehmend die Etablierung eines Weltmarkts und nicht mehr die Konsensbildung unter demokratisch gewählten Regierungen im Vordergrund stand. Heute ist die Umsetzbarkeit der Idee einer Völkergemeinschaft ungewisser denn je - aber ist es in den letzten zweihundert Jahren je anders gewesen?

ISBN 978-3-406-64869-4     27,95 €  Portofrei     Bestellen

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Inhaltsverzeichnis

Die Regierbarkeit der Welt. Die Idee der Weltregierung ist überholt. Dennoch wird heute globale Grundsatzpolitik gemacht wie nie zuvor. Der Historiker Mark Mazower zeigt Vorstellungen und Ausprägungen globaler Ordnung in Vergangenheit und Gegenwart auf. Von Thomas Speckmann -> NZZ vom 11.12.2013

 

 Erstellt: 22.11.2013 - 13:41  |  Geändert: 12.08.2019 - 16:19

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