Tödliche Hilfe. Von Brigitte Erler

Eine Frau, die als Referentin im Bundeministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und als Bundestagsabgeordnete bis dahin Entwicklungshilfe zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hat, kehrt von einer Dienstreise nach Bangaldesch zurück und kündigt fristlos.Sie behauptet und belegt durch die Beschreibung dessen, was sie mit ihren eigenen Augen gesehen hat, dass wir überall da, wo wir helfen wollen, nur Unheil anrichten. Und sie fordert, Entwicklungshilfe müsse sofort beendet werden.1985 in erster Auflage erschienen, gehört dieses Buch auch heute noch zur Pflichtlektüre für alle, die sich mit Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen und kritisch auseinandersetzen wollen.

ISBN 978-3-87322-081-2     14,95 €  Portofrei     Bestellen

Inhalt:

- Ein Distrikt wird entwickelt
- Die List mit den Pumpen
- Klein, aber fein
- Beglückung mit Biogas
- Fischer bleib bei deinen Netzen
- Schildbürgerstreich
- Holzwege
- Freundschaftlicher Händedruck
- Der Geschmack der Ananas
- Boykott aus Mitleid
- Von Lübke zu McDonald
- Herren in Schutzhaft
- Großes Rind - schwaches Rind
- Bonzenmilch
- Tatwaffe Telefon
- Eine Beschäftigung muss sich doch finden lassen
- Eins plus eins macht null
- Auslese
- Fremder Reis
- Importe, die den Hunger bringen
- Gift belebt das Geschäft
- Die dummen Bauern und ihre fleißigen Berater
- Rattentod
- Verhütung von Menschlichkeit
- Sterilisieren statt Stillen
- Tempel gegen die Fruchtbarkeit
- Spielwiesen der Emanzipation
- Banken, die Geld verschenken
- Die unheilige Allianz
- Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen
- Scheuklappen
- Objektivität auf Bestellung
- Selbsttäuschung

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Vorwort

Presse:

"Und wenn Brigitte Erler sagt, die Hilfe dient überwiegend den falschen Leuten, halte ich das für übertrieben. Aber ich bin bereit, dem nachzugehen und andere aufzufordern: prüft die These; und prüft, wo man das, was nicht in Ordnung ist, durch etwas Vernünftiges ersetzen kann." Willy Brandt im Interview mit Brigitte Erler in DIE ZEIT, 08.11.1985

"Doch noch nie hat ein Eingeweihter der Entwicklungsbürokratie sein eigenes Werk, ein gutes Dutzend Entwicklungsprojekte in Bangladesch, so gnadenlos verrissen wie Brigitte Erler in ihrem soeben erschienenen Buch 'Tödliche Hilfe'" Der Spiegel Nr. 12/1985

"Das Buch sollte alle nachdenklich machen, die sich in Bürokratien und Organisationen der Entwicklungshilfe oder in entwicklungspolitischen Konferenzen und Zirkeln in der Selbstzufriedenheit wiegen, daß sie auf dem richtigen Wege sind." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.06.1985

"Wer eh– schon Zweifel an der Hilfskräftigkeit seiner Steuergroschen hat, findet hier viele anschauliche Belege." taz 19.03.1985

"Eine rasch wachsende Anhängerschaft findet dagegen die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Erler mit ihrem Buch über die 'Tödliche Hilfe' und der darin enthaltenen These, daß jegliche staatliche Entwicklungshilfe grundsätzlich schädlich sei. Eine These, die Gegenstand zahlreicher Diskussionsveranstaltungen im ganzen Bundesgebiet ist." Frankfurter Rundschau, 07.02.1985

"Der moralische Stachel konnte nicht beseitigt werden, den Brigitte Erler in die öffentliche Diskussion über den Sinn von Entwicklungshilfe getrieben hat." WDR 1, Meldung und Meinung, 18.03.1986

 

Erstellt: 03.07.2019 - 14:33  |  Geändert: 03.07.2019 - 19:50

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