Freunde
Jugendroman
Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.
Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt.
Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben – und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.
- Ein zeitloses und universelles Plädoyer für Menschlichkeit
- Ein eindrücklicher und bewegender Antikriegsroman für junge Lesende ab 13 Jahren und auch für Erwachsene
- Ein Debütroman mit der durchschlagenden Kraft von Janne Teller
- Ausgzeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025
Erzählen, bis es nicht mehr wehtut. Die Psychologin Eva Kranenburg hat in ihrem Jugendbuch-Debüt „Freunde“ die
Unmenschlichkeit des Krieges eingefangen. Und dabei einen Abenteuerroman mit liebenswerten Figuren geschrieben, der
mitreißt und Hoffnung macht. Von Jana Magdanz Deutschlandfunk 28.03.2026
Wie findet man nach einem Krieg zu Frieden mit sich und den anderen? Wie bleibt man menschlich in einer Gesellschaft, die zutiefst unmenschlich ist? Wie bewahrt man sich Stolz, Würde, Vertrauen und Moral, wenn diese missbraucht und zerstört wurden? Wie findet man nach einem Krieg zu Frieden mit den Anderen und mit sich selbst? All diese Fragen stellt Eva Kranenburg in ihrem in grandiosem Erzählfluss geschriebenen, bewegenden Buch, das sich einer genauen Orts- und Zeitzuschreibung entzieht. Von Birgit Müller-Bardorff Augsburger Allgemeine 12.03.26
In einem unbenannten Land, zu einer unbenannten Zeit, begegnen sich nach dem Ende eines Krieges vier Jugendliche. Dies ist die Prämisse des Romans „Freunde“ von Eva Kranenburg. Die Autorin hat zuvor mit Kindern von Geflüchteten aus unterschiedlichen Ländern gearbeitet. Die Jugendlichen im Buch stehen stellvertretend für alle jene, die nach einem Krieg mit dem Sieg des Gegners, der die Regierungsmacht vor Ort übernommen hat, zurechtfinden müssen. Von Ingrid Eßer Buchsichten 11.03.2026