17.08.2026

Ukraine's Deepening Involvement in Washington's Dirty Wars in West Asia w/ Vanessa Beeley

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Dimitri Lascaris spricht mit der in Beirut lebenden Investigativjournalistin Vanessa Beeley, die sich auf die Kriege in Westasien spezialisiert hat, über die vielfältigen Aktivitäten der ukrainischen Spezialeinheiten in der Region.

Wie Vanessa erklärt, versucht das ukrainische Militär, den Widerstand in Westasien gegen die westliche Hegemonie zu bedrohen und zu untergraben, während es der US-Regierung gleichzeitig die Möglichkeit gibt, dies glaubhaft abzustreiten.

Dimitri und Vanessa diskutieren außerdem Donald Trumps jüngste Äußerung, wonach er das neue „Mekka-Verteidigungsabkommen“ zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan begeistert unterstützt.

Übersicht

Zensurversuch in Toronto und der Kampf um die freie Rede (00:15) Demetri Lceras (Dimitri Lascaris) berichtet über eine aggressive Kampagne zionistischer Organisationen – angeführt von der relativ neuen, fanatischen Gruppierung „Tapseek“ –, die den Inhaber des „Free Time Cafe“ in Toronto erfolgreich unter Druck setzten, um Lascaris' geplanten Vortrag über den Niedergang des US-Imperiums abzusagen. Lascaris weist die üblichen haltlosen Antisemitismus-Vorwürfe scharf zurück und verweist darauf, dass Tapseek bereits in der Vergangenheit juristisch scheiterte, als sie das Hissen der palästinensischen Flagge verbieten wollten, und zu einer Geldstrafe verurteilt wurden. Die Veranstaltung wurde kurzfristig in das Lokal „Taco Taco“ verlegt.

Das Zelenskyj-Regime und die Vision eines „Groß-Israels“ (04:22) Lascaris analysiert die westliche Dämonisierung und Heiligsprechung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskyj seit 2022. Bereits in einem Exposee im Juli 2022 wies Lascaris darauf hin, dass Zelenskyj Oppositionsparteien verbot, TV-Sender und Zeitungen schloss und sein Mandat im Mai 2024 ohne Wahlen per Kriegsrecht verlängerte. Zelenskyj betonte zudem mehrfach, die Ukraine in ein „großes Israel“ (einen militarisierten Apartheidstaat) verwandeln zu wollen. Gleichzeitig entzieht sich sein langjähriger, korrupter Geschäftspartner Timmer Mind derzeit einer Auslieferung aus Israel in die Ukraine, was Zelenskyj laut Lascaris sehr gelegen kommt.

Ukrainische Spezialkräfte als westliche Schattenkrieger in Syrien (11:34) Vanessa Beeley erläutert, dass der kollektive Westen ukrainische Kräfte, die im Rahmen der britischen Operation Interlex ausgebildet wurden, als asymmetrische Stellvertreter im Nahen Osten einsetzt. Damit soll eine direkte Konfrontation der USA/NATO mit Russland oder dem Iran vermieden und eine „glaubhafte Abstreitbarkeit“ gewahrt werden. Diese Kräfte führten ab 2023 in Syrien Angriffe auf russische Stützpunkte in Aleppo und den Golanhöhen durch. Zudem schulte der ukrainische Geheimdienst (GUR) unter Budanow die Al-Qaida-nahe HTS-Miliz von Al-Golani intensiv im Drohnenkrieg, was maßgeblich zum Fall von Aleppo im November 2024 beitrug.

Aufbau ukrainischer Drohnen- und Radarbasen an der libanesischen Grenze (16:36) Aktuell bauen ukrainische Spezialkräfte gemeinsam mit der Türkei ihre Präsenz im Norden Syriens (Latakia, Tartus) sowie in der strategisch wichtigen Region Homs an der Grenze zum Libanon massiv aus. Sie haben drei Operationsbasen errichtet: zur Grenzüberwachung (um Hisbollah-Waffentransporte zu blockieren), zur Aufklärung und zur eigenen Drohnenproduktion. Obwohl Israel sich über die von der Türkei installierten Radarsysteme beschwert, unternimmt es keine Angriffe, da die Schwächung der Hisbollah in das israelische Kalkül einzahlt.

Asymmetrische Luftunterstützung für HTS-Milizen (20:15) HTS-Führer Golani forderte von den USA eine Luftunterstützung, bevor er Operationen gegen die Hisbollah im Libanon startet. Da Washington dies aus völkerrechtlichen Gründen nicht offen tun kann, fungiert die Ukraine als Proxy: Sie liefert Golani über Drohnen, Aufklärungsdaten und Radarsysteme die benötigte asymmetrische „Luftunterstützung“.

Verdeckte ukrainische False-Flag-Operationen im Irak (25:10) Auch im Irak sind ukrainische Einheiten aktiv. Der iranische Angriff auf den US-Stützpunkt Al-Tanf basierte auf russischen Geheimdienstberichten, wonach dort ukrainische Spezialkräfte abgesetzt worden waren. Diese reisten weiter ins irakische Kurdistan, um kurdische Separatisten für Einfälle in den Iran im Drohnenkampf zu schulen. Zudem wurden ukrainische Agenten im Irak verhaftet, die False-Flag-Angriffe auf staatliche Infrastrukturen planten, um diese der irakischen Widerstandsbewegung anzulasten und das Land von innen heraus zu destabilisieren.

Die Prioritäten des Westens: Globales Chaos statt eigener Frontverteidigung (28:06) Lascaris hinterfragt die Logik, ukrainische Spezialkräfte im Ausland zu verschleißen, während an der eigenen Front drastischer Personalmangel herrscht. Beeley entgegnet, dass es sich um kleine, hochspezialisierte Drohnenteams handelt, die im gesamten pro-israelischen Raum (einschließlich Jordanien und der VAE) sowie in Afrika eingesetzt werden. Dies zeigt, dass es dem Westen primär darum geht, seine Proxys als globale Agenten des Chaos gegen alle Staaten einzusetzen, die sich der US-Hegemonie widersetzen.

Der Angriff im Kaspischen Meer und die Eskalationsfalle (30:45) Der ukrainische Drohnenangriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer führte zu einer scharfen Drohung Teherans, woraufhin sich Kiew eilig entschuldigte. Beeley vermutet, dass der Iran eine westliche Falle erkannte, die ihn in einen Krieg mit der EU ziehen sollte. Die Drohne könnte in Wahrheit aus Aserbaidschan gestartet sein, während Kiew nur als Sündenbock diente. Dennoch war es eine Warnung an Russland, dass seine wichtigste Handelsroute für iranische Drohnenkomponenten im Kaspischen Meer nicht mehr sicher ist.

Wirtschaftskrieg und die Umleitung russisch-iranischer Handelswege (34:21) US-Finanzminister Scott Bessant kündigte an, den gesamten Handel mit dem Iran abschneiden zu wollen. Um den seegestützten Korridor im Kaspischen Meer zu blockieren, nutzen die USA, Frankreich und Israel den schwindenden russischen Einfluss im Südkaukasus (Armenien und Aserbaidschan) aus. Russland sieht sich dadurch gezwungen, seine Nord-Süd-Handelswege mühsam über Verhandlungen mit den Taliban in Afghanistan neu zu strukturieren.

Das Täuschungsmanöver des „Mekka-Verteidigungspakts“ (38:33) Der am 7. August unterzeichnete „Mekka-Verteidigungspakt“ zwischen Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei wird von einigen Analysten als Allianz gegen Israel gefeiert. Lascaris und Beeley sind jedoch skeptisch: Trumps euphorischer Glückwunschpost auf Truth Social beweist, dass der Pakt den US-Interessen dient. Da Pakistan bereits ein Abkommen mit den Saudis hatte, nutzt die Türkei den Pakt vor allem, um Erdogans eigene neo-osmanische Expansionsbestrebungen (Ölfelder im Irak, Seekorridor im Mittelmeer) abzusichern.

Die Heuchelei der Türkei und Hakan Fidans leere Drohungen (49:09) Das jüngste Ultimatum des türkischen Außenministers Hakan Fidan an Israel bezeichnet Beeley als reine, bedeutungslose Rhetorik. Die Türkei habe den Völkermord in Gaza von Anfang an erleichtert, indem sie die kontinuierliche Lieferung von Öl und Metallen für die israelische Rüstungsindustrie duldete und sich weigerte, der humanitären Gaza-Flottille militärischen Geleitschutz zu bieten


Dimitri Lascaris speaks with investigative journalist Vanessa Beeley, who lives in Beirut and focuses on the wars in West Asia, about the many ways in which Ukrainian special forces are active in the region.

As Vanessa explains, Ukraine's military seeks to threaten and disrupt the resistance in West Asia to Western hegemony, while conferring plausible deniability upon the U.S. government.

Dimitri and Vanessa also discuss Donald Trump's recent statement that he enthusiastically supports the new 'Mecca Defence Agreement' between Saudi Arabia, Turkey and Pakistan.

Sprache (Ton)
Englisch
Laufzeit
51min 19s

Erstellt: 22.08.2026 - 07:10  |  Geändert: 22.08.2026 - 07:44

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