07.08.2026

Scott Ritter: Trump setzt auf taktische ATOMWAFFEN, US-Flugzeugträger in KRISE

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auf YouTube (07.08.2026) 1:24:23

Medienpräsenz

Scott Ritter spricht über die wachsende Verzweiflung der Trump-Regierung, während sie nach ihrer massiven Niederlage im Iran eine mögliche nukleare Option gegen Russland und China verfolgt. Unterdessen befindet sich die USS Lincoln Berichten zufolge in einer Krise, was die Kriegspläne des amerikanischen Imperiums weiter verkompliziert. Scott Ritter ist ein ehemaliger UN-Waffeninspektor und Geheimdienstoffizier des US Marine Corps, der heute weithin für seine scharfe Kritik an der US-Außenpolitik und sein Streben nach Frieden bekannt ist.

Zusammenfassung

Nukleare Abrüstung und die neue US-Nuklearstrategie (00:04) Das Pentagon arbeitet Berichten zufolge an einer neuen Nuklearwaffenstrategie für einen möglichen Krieg mit Russland und China. Ritter erklärt den historischen Wandel der US-Nukleardoktrin: von der reinen Abschreckung über Präventivschläge bis hin zur Einbeziehung von Cyberangriffen als Grund für einen atomaren Gegenschlag. Die neue Strategie unter Elbridge Colby setze im Falle regionaler Kriege verstärkt auf taktische Nuklearwaffen mit kurzer Reichweite.

Das Scheitern der konventionellen Überlegenheit (07:58) Ritter argumentiert, dass die bisherige US-Strategie auf technologischer Einschüchterung basierte (Schock und Ehrfurcht), um Gegner von Angriffen abzuhalten. Der Krieg mit dem Iran habe jedoch bewiesen, dass dies ein Bluff war: US-Abstandswaffen seien schnell verbraucht, und die Raketenabwehr funktioniere nicht wie versprochen, sobald die Abfangraketen aufgebraucht sind. Die Bestände für den Pazifik und Europa würden bereits gefährlich abgebaut.

Der „Wahnsinn“ taktischer Atomwaffen (11:41) Da die konventionellen Fähigkeiten schwinden, erwäge Washington nun den frühen Einsatz von taktischen Atomwaffen, um die Rahmenbedingungen eines Konflikts zu bestimmen. Ritter bezeichnet dies als die „Definition von Wahnsinn“, da jedes Planspiel zeige, dass der Einsatz einer einzigen Atomwaffe unweigerlich zu einem allgemeinen nuklearen Schlagabtausch und der totalen Vernichtung führe. Russland habe unter Putin eine klare Linie: Jede Atomwaffe gegen russischen Boden löst einen automatischen, totalen Gegenschlag aus.

Die moralische Krise auf der USS Lincoln (24:18) Es gibt Berichte über Erschöpfung und schlechte Moral an Bord des Flugzeugträgers USS Lincoln. Ritter führt dies darauf zurück, dass die USA mit einem für Friedenszeiten konzipierten Militär einen De-facto-Krieg führen. Den Soldaten fehle ein klarer Auftrag und die ehrliche Kommunikation der Führung darüber, warum sie kämpfen. Diese Verwirrung führe zu gefährlicher Disziplinlosigkeit in einem hochkomplexen Umfeld.

Munitionsengpässe und Trumps Reaktion (35:48) Donald Trump bestreitet Munitionsmangel und droht Informanten mit Haftstrafen. Ritter entgegnet, dass die USA zwar noch Raketen hätten, aber die entscheidenden Varianten zur Raketenabwehr (PAC-3) fast vollständig aufgebraucht seien. Trump reagiere auf solche Berichte defensiv und bezeichne die Presse als „verräterisch“, während er gleichzeitig Erfolge wie die Festnahme von Maduro prallt.

Pressefreiheit und das Aufdecken von Lügen (39:49) In Anlehnung an Daniel Ellsberg und die Pentagon-Papiere betont Ritter die verfassungsmäßige Pflicht einer freien Presse, Lügen der Regierung aufzudecken. Besonders wenn amerikanische Soldaten in Kriegen sterben, die auf Unwahrheiten basieren, sei die Geheimhaltung nicht zum Schutz der Nation, sondern zum Verbergen von Fehlern da.

Geheimdienstversagen und Unkenntnis über den Iran (50:00) Die US-Führung habe den Iran massiv unterschätzt. Ritter kritisiert, dass es in Washington an echten Iran-Experten fehle; stattdessen höre man auf Exilanten und saudische Berater, die ihre eigenen Agenden verfolgen. Die USA verstünden weder den schiitischen Glauben noch die Stabilität der iranischen Institutionen, was zu katastrophalen politischen Fehlentscheidungen führe.

Das qualvolle Sterben der Ukraine (58:38) Ukraine versucht, den Krieg durch Drohnenangriffe nach Russland zu tragen, um die russische Bevölkerung zu beeinflussen. Russland reagiert laut Ritter jedoch mit einem totalen Krieg gegen die ukrainische Versorgung, indem es Häfen abriegelt und das zivile Vertriebsnetz zerstört. Ohne funktionierende Luftverteidigung und angesichts der wirtschaftlichen Isolation durch den Verlust der Schwarzmeerhäfen sei die Ukraine faktisch „tot“.

Geheimdiensthilfe und künftige Krisenherde (1:15:01) Berichte über eine verstärkte US-Geheimdiensthilfe für die Ukraine seien lediglich rhetorische Gesten, die an der Front nichts ändern würden. Ritter warnt abschließend davor, dass nach der Ukraine neue Krisen im Baltikum und in der Arktis drohen, die von Atomkriegsplanern bereits ins Auge gefasst werden

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 24min 23s
Thematisierte Personen

Erstellt: 09.08.2026 - 07:38  |  Geändert: 09.08.2026 - 07:54

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