26.03.2026
Michael Hudson: Der Petrodollar ist tot – die USA verlieren den Iran-Krieg
auf YouTube (26.03.2026) 37:32
Medienpräsenz
Zeitmarken
- Das Ende des Petrodollars: Hudson argumentiert, dass die Entscheidung des Irans, Ölverkäufe in chinesischen Renminbi (RMB) abzuwickeln, eine Zäsur darstellt. Die USA hätten den weltweiten Ölhandel lange genutzt, um den Dollar zu stützen. Der Übergang zu Nicht-Dollar-Währungen im Energiehandel markiere den Beginn der „Entdollarisierung“ [02:43, 06:44].
- Strategie der Straße von Hormus: Der Iran nutzt die Meerenge laut Hudson meisterhaft als wirtschaftliches Druckmittel. Durch die Erhebung einer Gebühr von 2 Millionen Dollar für die Durchfahrt bestimmter Schiffe schaffe der Iran eine Basis für künftige Reparationszahlungen für Schäden, die durch die USA und Israel verursacht wurden [02:28, 05:31].
- Geopolitischer Kontext des Angriffs: Hudson sieht in den aktuellen Drohungen gegen den Iran die Fortsetzung eines Plans von 2003, den gesamten Nahen Osten und dessen Ölressourcen zu kontrollieren. Es gehe nicht um Atomwaffen oder die Schifffahrtsfreiheit, sondern darum, den Iran als nationalistische Kraft auszuschalten, um die OPEC-Länder leichter kontrollieren zu können [04:23, 18:17].
- Marktmanipulation durch Donald Trump: Der Experte wirft der US-Regierung vor, Drohungen und Entwarnungen gezielt zur Beeinflussung der Aktien- und Ölpreise einzusetzen. Insidergeschäfte im Umfeld der Regierung hätten es ermöglicht, an den Kursschwankungen massiv zu verdienen [10:43, 36:41].
- Militärische Einschätzung: Hudson warnt vor einem Angriff auf den Iran, da dieser über hochentwickelte Verteidigungssysteme verfüge, die US-amerikanische und israelische Technologien (wie den Iron Dome) als teilweise wirkungslos entlarven könnten. Ein militärisches Vorgehen könnte für die USA „selbstmörderisch“ enden [12:17, 30:14].
- Globale wirtschaftliche Folgen: Ein Krieg würde laut Hudson zu einer weltweiten Depression führen. Die Unterbrechung der Energie- und Düngemittellieferungen würde den globalen Süden besonders hart treffen und das bestehende internationale System (UN, IWF, Weltbank) nachhaltig destabilisieren [20:42, 25:28].
Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
37min 32s
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