02.04.2026

Jemen, Irak, Iran: So weitet sich die Druckfront aus – Mohammed Marandi

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Massive Vergeltungsschläge des Iran

In den vorangegangenen 24 Stunden hat der Iran auf Angriffe gegen seine Infrastruktur (Kernkraftwerke, Stahlwerke) reagiert:

  • Zerstörung von US-Militärgerät: Marandi berichtet von der Zerstörung mehrerer US-Betankungsflugzeuge (KC-135) sowie eines Aufklärungs- und Frühwarnflugzeugs auf der Luftwaffenbasis Prinz Sultan [00:26]. Zudem seien sechs US-Landungsboote versenkt worden [13:55].
  • Angriffe auf regionale US-Unterstützer: Der Iran hat wirtschaftliche Schlüsselziele in den Golfstaaten angegriffen, darunter ein Stahlwerk in Kuwait und eines der größten Aluminiumwerke in den Vereinigten Arabischen Emiraten [00:55].

Strategie der „Wirtschaftlichen Vernichtung“

Marandi betont, dass der Iran gezwungen sei, symmetrisch zu antworten: Wenn die iranische Infrastruktur angegriffen wird, zerstört der Iran die Infrastruktur der Gegenseite.

  • Globale Wirtschaftskatastrophe: Die Eskalation treibt die Ölpreise massiv in die Höhe (Prognosen bis zu 200 $ pro Barrel). Da der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen hat, droht der vollständige Zusammenbruch der Energieversorgung für den Westen [09:21].
  • Unwirksamkeit von US-Operationen: Selbst wenn die USA Inseln besetzen oder Spezialoperationen im Iran durchführen, werde der iranische Gegenschlag so verheerend sein, dass die Schäden an der globalen Wirtschaft irreparabel bleiben [16:07].

Die Rolle der „Achse des Widerstands“

Der Konflikt wird nicht mehr nur zwischen dem Iran und den USA ausgetragen:

  • Jemen (Ansar Allah): Mit dem Eintritt des Jemen in den Krieg wird das Rote Meer für die Schifffahrt blockiert. Marandi warnt, dass der Jemen jederzeit die gesamte Ölinfrastruktur Saudi-Arabiens zerstören oder dort einmarschieren könne [41:46].
  • Irak und Libanon: Die Hisbollah im Libanon bindet massiv israelische Kräfte und zerstört hunderte Panzer [27:51]. Im Irak formiert sich der Widerstand, um die US-Truppen endgültig aus dem Land zu vertreiben [24:05].

Politische Einordnung: „Epsteins Krieg“

Marandi nutzt eine scharfe Rhetorik und bezeichnet den Konflikt als „Epsteins Krieg“ (in Anspielung auf Jeffrey Epstein und die zionistische Lobby).

  • Trump unter Druck: Laut Marandi möchte Donald Trump den Krieg eigentlich beenden, werde aber von der zionistischen Lobby und den Anhängern Netanyahus daran gehindert [07:26].
  • Regimewechsel: Marandi stellt die These auf, dass ein Regimewechsel wahrscheinlicher in Washington als in Teheran sei, da die US-Bevölkerung die wirtschaftlichen Folgen und den Tod ihrer Soldaten für fremde Interessen nicht akzeptieren werde [32:32].

Fazit und Ausblick

Die Lage wird als „Punkt ohne Rückkehr“ beschrieben. Während der Westen laut Marandi auf Fehleinschätzungen und Propaganda setze, sei der Iran seit Jahrzehnten auf diesen existenziellen Kampf vorbereitet und verfüge über ungebrochene Reserven an Drohnen und Raketen [46:06]. Eine weitere Eskalation – möglicherweise noch am selben Wochenende – wird als sehr wahrscheinlich angesehen [51:17].

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
57min 8s

Erstellt: 03.04.2026 - 06:21  |  Geändert: 03.04.2026 - 06:21

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