29.06.2022

Alexander Kluge und Claudius Seidl über die nächsten 90 Jahre Filmgeschichte

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auf YouTube (29.06.2022) 1:18:31

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Filmfest München: „Die Filmgeschichte fängt gerade erst an“ – Ein Gespräch zwischen Alexander Kluge und Claudius Seidl über die nächsten 90 Jahre Filmgeschichte.

Neunzig Jahre alt ist Alexander Kluge im Februar geworden, 61 Jahre ist es her, seit er seinen ersten Kurzfilm inszenierte – und im Licht dieser Erfahrung klingt es umso realistischer, wenn er heute sagt: Die Filmgeschichte fängt gerade erst an. Auch wenn die Zukunft sich nicht unbedingt an die üblichen Genreregeln und Erzählklischees halten wird. Ein paar kurze Filme wird Kluge auch mitbringen, um dann mit dem Journalisten und Kritiker Claudius Seidl zu sprechen, zu schauen und womöglich auch zu streiten.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 18min 31s
Ereignisdatum
27.06.2022
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Erstellt: 09.03.2026 - 15:57  |  Geändert: 09.03.2026 - 15:57

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Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Jurist und Filmemacher; als sein wichtigstes Werk aber sieht er seine Bücher. »Wenn ich im Jahre 2015 schreibe, liegen die kommenden fünfzehn Jahre unseres Jahrhunderts schon vor meinen Augen. Insgesamt ergibt sich damit, da ich 1932 geboren wurde, eine Chronik über rund hundert Jahre.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den Theodor-W.-Adorno-Preis und zuletzt, 2014, den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. »Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.« Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

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