15.09.2019

Exklusivinterview: Snowden warnt vor Massenüberwachung

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Vorwürfe gegen Internetriesen und Regierungen - dazu Einblicke in sein Leben im russischen Exil: Whistleblower Edward Snowden sieht eine Zukunft im Exil gefährdet - solange Europa nicht hilft.

Für die einen ist er ein Held, für die anderen ein Verräter. Im Exil in Moskau Snowden nicht freiwillig, sagt er: "Die US-Regierung hält mich in Russland fest." Außerdem bedauert er den "Appetit für Autoritarismus" in westlichen Demokratien. Er habe 2013 "sein Leben in Brand gesteckt", bereue das aber nicht. Es habe sich gelohnt, weil er Unehrlichkeit entlarvt habe. "Wenn ich dafür lebenslänglich bekommen soll, will ich wenigstens ein faires Verfahren."

Sprache (Ton)
Deutsch
Sprache (Untertitel)
Deutsch
Laufzeit
11min 9s
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Erstellt: 27.02.2026 - 10:19  |  Geändert: 27.02.2026 - 10:19

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Edward Snowden riskierte alles, um das System der Massenüberwachung durch die US-Regierung aufzudecken. Jetzt erzählt er seine Geschichte.

"Mein Name ist Edward Snowden. Sie halten dieses Buch in Händen, weil ich etwas getan habe, das für einen Mann in meiner Position sehr gefährlich ist: Ich habe beschlossen, die Wahrheit zu sagen."

Mit 29 Jahren schockiert Edward Snowden die Welt: Als Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verfolgt, jeden Anruf, jede SMS und jede E-Mail zu überwachen. Das Ergebnis wäre ein nie dagewesenes System der Massenüberwachung, mit dem das Privatleben jeder einzelnen Person auf der Welt durchleuchtet werden kann. Edward Snowden trifft eine folgenschwere Entscheidung: Er macht die geheimen Pläne öffentlich. Damit gibt er sein ganzes bisheriges Leben auf. Er weiß, dass er seine Familie, sein Heimatland und die Frau, die er liebt, vielleicht nie wiedersehen wird.