Schillernd und fremd, lässt sich Radikalität zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit ihrem Hang zum Unbedingten beobachten. Fast immer wirkt sie anstößig und beschämend, wenn auch in Philosophie und Kunst seltener als in Religion, Politik, Gesellschaft. Attraktiv bleibt sie, weil sie etwas Essentielles verspricht: die Schließung des mitunter feinen Risses zwischen Theorie und Praxis, als Versprechen der eigenen Unerpressbarkeit.
Radikalität. Ein Gespräch mit Mirjam Schaub
Quelle: Felix Meiner
auf YouTube (22.10.2025) 56:23
Radikalität und der Riss zwischen Theorie und Praxis – Radikalität und der Mut zum Gebrauch des eigenen Lebens. Ein Gespräch mit Mirjam Schaub
Radikalität wirkt gleichermaßen anstößig wie attraktiv. Seit der Antike hat es zu allen Zeiten radikale Äußerungsformen und Haltungen gegeben, ob bei Sokrates, im frühen Christentum, in der Republik Venedig, bei Philosophen wie Bentham und Stirner oder in der unmittelbaren Gegenwart: in der Spaß- und Stadtguerilla, bei radikalen Kunstformen wie der Performance Art etwa von Marina Abramović bis hin zu den Aktivist:innen der Letzten Generation. In ihrer großen kulturphilosophischen Untersuchung verfolgt Mirjam Schaub das Phänomen Radikalität durch die letzten 2.000 Jahre. Anlässlich des Erscheinens ihrer beiden Bücher im Meiner Verlag hat Marcel Simon-Gadhof mit der Autorin gesprochen.
Erstellt: 15.01.2026 - 21:13 | Geändert: 15.01.2026 - 21:13