01.04.2011
Erstellt: 07.05.2025 - 07:33 | Geändert: 06.04.2026 - 06:45
Reinhard Gehlen (1902–1979) war ein deutscher Generalmajor und Geheimdienstoffizier, der während des Zweiten Weltkriegs die Abteilung „Fremde Heere Ost“ im Generalstab des Heeres leitete und für die militärische Aufklärung der Sowjetunion zuständig war. Nach Kriegsende stellte er seine Kenntnisse und Netzwerke den US-amerikanischen Geheimdiensten zur Verfügung und baute daraus die sogenannte „Organisation Gehlen“ auf, die als Vorläufer des späteren Bundesnachrichtendienstes (BND) gilt. 1956 wurde er erster Präsident des neu gegründeten BND und prägte dessen Struktur und Arbeitsweise in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich. Seine Tätigkeit stand im Kontext des Kalten Krieges und war von der Ausrichtung auf die Aufklärung des Ostblocks geprägt. Gehlens Rolle wird historisch auch im Hinblick auf personelle Kontinuitäten aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie auf die Arbeitsmethoden früher bundesdeutscher Nachrichtendienste diskutiert.
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Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der deutsche Auslandsnachrichtendienst. Er hat den Auftrag, Informationen von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung zu sammeln und auszuwerten. Als Nachfolger der Organisation Gehlen wurde der Nachrichtendienst am 1. April 1956 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin (bis Anfang 2019: Pullach)
Wikipedia (DE): Bundesnachrichtendienst | Wikipedia (DE): Organisation Gehlen | Wikipedia (DE): Liste von Werken mit Bezug zum Bundesnachrichtendiens | Wikipedia (DE): Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst) | Wikipedia (DE): Liste von besonderen Vorfällen mit BND-Bezug