wo zeit stehen bleibt
vom tourismus und seiner gewalt

Ein poetisch-politischer Essayband über Grenzen, Kolonialismus, Tourismus und die westliche Gewalt gegen die Welt

Die Menschen bewegen sich nicht gleich. Das weiß, wer jemals an einer Flughafengrenzkontrolle oder Landesgrenze stand: was für die einen ein Durchgangstor ist, ist für andere eine unüberwindbare Mauer. Sinthujan Varatharajah schreibt über das Reisen und den modernen Tourismus, diese vermeintlich harmlose westliche Kulturpraktik, die trotz ihrer Zerstörungen vielerorts noch immer als Lebensversprechen gilt. 

ISBN 978-3-446-27917-9 1. Auflage 18.08.2026 26,00 Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Varatharajahs einzigartige Beobachtungen und Analysen zeigen vielschichtig, was unsere Gegenwart in jedem Begegnen und Berühren zerreißt. Dieses so politische wie lyrische Buch kann diesen Prozess nicht rückgängig machen. Aber zeigen, wie neues Wissen ganze Weltsichten für immer verändern kann.

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Leseprobe des Verlags

Rezension

(...) Es geht um Tourismus als eine Form des Sehens, des Besitzens und des Vergessens; um die eigentümliche Gewalt, die dort entstehen kann, wo Menschen einen Ort als Urlaubsziel betrachten, während andere mit eben diesem Ort eine Geschichte von Krieg, Vertreibung, Kolonialismus oder Verlust verbinden. (...) Die Welt als Reiseziel ist die glänzende Oberfläche der Moderne. Ihre andere Seite ist die Grenze. Varatharajah interessiert sich für den Moment, in dem beide sichtbar werden. kulturbuchtipps.de 17.08.2026

Autoreninfos

Sinthujan Varatharajah (auch: Cintujaṉ Varatarājā) lebt als freie*r Wissenschaftler*in und Essayist*in in Berlin, wo sie*er die Veranstaltungsreihe "dissolving territories: kulturgeographien eines neuen eelam" kuratiert. Sie*er studierte Politische Geographie und war mit der Forschungs- und Kunstinstallation "how to move an arche" Teil der 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. 2017 – 2018 war sie*er Vorstandsmitglied des Beirats für Asylfragen der Europäischen Kommission und arbeitete über mehrere Jahre hinweg für verschiedene Menschenrechtsorganisationen in London und Berlin. Hanser Literaturverlage (18.08.2026)

Social Media: instagram.com/varathas

Erstellt: 18.08.2026 - 07:01  |  Geändert: 18.08.2026 - 07:44