Geri Müller (Jahrgang 1960), bürgerlich Gerhard Hermann Müller Behrens, ist ein ehemaliger Schweizer Politiker der Grünen und des lokalen team baden. Der ausgebildete psychiatrische Pflegefachmann arbeitete außerdem als Filmemacher, Berufs- und Sekundarschullehrer, Kulturvermittler und später als Schulleiter; heute ist er als Berater in Baden tätig. Politisiert wurde er als Jugendlicher durch den Widerstand gegen das geplante Kernkraftwerk Kaiseraugst; wegen Militärdienstverweigerung verbrachte er als junger Erwachsener ein halbes Jahr im Gefängnis.

 Von 1995 bis 2003 gehörte Müller dem Aargauer Grossen Rat und von 2003 bis 2015 dem Schweizer Nationalrat an, wo er unter anderem die Aussenpolitische Kommission von Ende 2007 bis Ende 2009 präsidierte; 2010 war er Kandidat der Grünen für den Bundesrat. Von 2006 bis 2017 gehörte er zudem der Badener Stadtregierung an und war von 2013 bis 2017 Stadtammann. Politische Schwerpunkte waren Energie-, Friedens- und Außenpolitik, insbesondere der Nahostkonflikt. Seine dezidiert israelkritischen Positionen und Kontakte zu Vertretern der Hamas lösten wiederholt heftige Kontroversen aus. Müller ist Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina.

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