Friedrich Ebert (1871–1925) war ein deutscher Sozialdemokrat und Politiker, der als erster Reichspräsident der Weimarer Republik amtierte. Er wurde in Heidelberg als Sohn eines Schneidermeisters geboren, erlernte das Sattlerhandwerk und engagierte sich während seiner Wanderjahre gewerkschaftlich und parteipolitisch in der SPD. In Bremen arbeitete er als Arbeitersekretär und Redakteur der Bremer Bürger-Zeitung, bevor er 1905 in den SPD-Parteivorstand gewählt wurde und 1912 ein Reichstagsmandat errang. Nach dem Tod August Bebels wurde er 1913 neben Hugo Haase zum Parteivorsitzenden gewählt und führte die Partei während des Ersten Weltkriegs auf dem Kurs der Burgfriedenspolitik, was 1917 zur Abspaltung der USPD beitrug. In der Novemberrevolution 1918 übernahm er als Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten die Regierungsgeschäfte und wurde am 11. Februar 1919 von der Weimarer Nationalversammlung zum Reichspräsidenten gewählt. Er starb am 28. Februar 1925 in Berlin. Die nach ihm benannte Friedrich-Ebert-Stiftung wurde kurz nach seinem Tod gegründet.

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