Mikhail Lemeshko (Jahrgang 1985) ist ein in Rostow am Don geborener österreichischer theoretischer Physiker, der an der Schnittstelle von Festkörperphysik, physikalischer Chemie und Atomphysik arbeitet. Er studierte experimentelle Festkörperphysik an der Südlichen Föderalen Universität in Rostow am Don und wurde 2011 am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin bei Bretislav Friedrich mit summa cum laude promoviert. Nach einem dreijährigen Forschungsaufenthalt als ITAMP-Fellow an der Harvard University wechselte er 2014 als Assistenzprofessor an das Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg, wo er seit 2019 als ordentlicher Professor die Arbeitsgruppe für theoretische atomare, molekulare und optische Physik leitet. Er entdeckte das Quasiteilchen „Angulon", das die vereinfachte Beschreibung komplexer Vielteilchensysteme ermöglicht, und erhielt dafür 2017 den Ludwig-Boltzmann-Preis der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft. Seit 2020 ist er Mitglied der Jungen Akademie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Unter dem Namen „Prof. Lemeshko" betreibt er einen deutschsprachigen YouTube-Kanal zur Wissenschaftsvermittlung.

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