Das Foto eines CIA-Agenten namens Felix Rodriguez? an der Seite des gefangenen Che Guevara kurz vor dessen Hinrichtung in Bolivien dokumentiert eine historische Tatsache, die von der US-Regierung in die Wege geleitet wurde. Die oft vereinfachte Diskussion darüber, ob Che Guevara gut oder böse war, ist unpräzise; seine Geschichte ist vielmehr eine Erzählung über die US-Intervention in Südamerika. In diesem Zusammenhang erwähnt das Transkript eine neuere US-Intervention unter Präsident Trump? in Venezuela, die von den Medien je nach politischer Ausrichtung sehr unterschiedlich dargestellt wird. Der Ersteller des Transkripts nutzt diese Medienanalyse, um für seinen Sponsor „Ground News?“ zu werben, eine Plattform zur Erkennung politischer Tendenzen in der Berichterstattung.
Weg nach Kuba und die Revolution Che Guevara wurde in Argentinien geboren, reiste im Alter von 25 Jahren nach Guatemala und lernte schließlich in Mexiko-Stadt Fidel Castro? kennen. Er schloss sich dessen kleiner Guerillabewegung an, die sozialistische Revolutionen in der Karibik und in Südamerika anstrebte. Im November 1956 reisten Che Guevara, Fidel Castro? und 82 Guerilleros nach Kuba, um die US-unterstützte Diktatur unter Batista? zu stürzen. Nach einem anfänglichen Hinterhalt bei der Ankunft entkam Che Guevara und wurde zum Commandante befördert. Die CIA wurde in Kuba auf ihn aufmerksam; ein Spion beschrieb ihn 1958 als antiamerikanisch und intellektuell. Nach dem militärischen Sieg bei Santa Clara? wurde Fidel Castro? Premierminister und Che Guevara erhielt die kubanische Staatsbürgerschaft. Che Guevara wollte die kubanische Revolution auf die Nachbarländer ausweiten, um zu zeigen, dass kleine, vom Volk unterstützte Gruppen reguläre Armeen besiegen können.
Die US-Gegenstrategie („Flexible Response“) Die USA sahen in solchen Guerilla-Revolutionen eine ideologische und wirtschaftliche Bedrohung, die sich bis in die USA ausbreiten könnte. Da die bisherige US-Militärstrategie der „massiven Vergeltung“ (Nuklearschläge zur Abschreckung der Sowjetunion?) nicht gegen Guerillataktiken half, forderte General Maxwell Taylor? eine „Flexible Response“ (flexible Reaktion). Henry Kissinger? empfahl die Schaffung mobiler Einheiten zur Bekämpfung von Guerillakämpfern. Präsident Kennedy? setzte diese Strategie ab 1962 um, erhöhte das Militärbudget um 3,5 Milliarden Dollar, baute Spezialeinheiten aus und ließ seine Truppen die Schriften von Che Guevara und Mao? studieren. Zudem gründete er eine Sondergruppe zur Aufstandsbekämpfung, die auf schnelle, präemptive Einsätze setzte.
Die bolivianische Kampagne Che Guevara verließ Kuba Mitte der 1960er-Leistungsjahre im Einvernehmen mit Fidel Castro?, um in Bolivien eine globale Revolution fortzusetzen. Er wählte Bolivien, da er glaubte, die Sowjetunion? habe vor dem Kapitalismus kapituliert. Zudem war das Binnenland Bolivien politisch extrem instabil und hatte 189 Regierungswechsel in 150 Jahren erlebt, darunter einen US-unterstützten Militärputsch im Jahr 1964. Che Guevara reiste 1966 als Geschäftsmann verkleidet über Uruguay? (Monte Vido?) ein und errichtete ein Trainingslager in den Anden.
Im März 1967 verrieten zwei Deserteure das Lager an die Behörden unter Präsident Renee Barentos?. Douglas Henderson?, der US-Botschafter in Bolivien, meldete dies nach Washington?. Nach ersten Gefechten im März bat der bolivianische Präsident die USA um Unterstützung. Die USA ließen bolivianische Ranger durch Green Berets trainieren. Zudem rekrutierte die CIA die kubanoamerikanischen Spione Gustavo Violo? und Felix Rodriguez?, um Informationen zu sammeln und die Guerillatruppe zu isolieren.
Niedergang und Gefangennahme Die Lage der Guerilleros verschlechterte sich drastisch. Um eine Unterstützung durch die Arbeiter zu verhindern, verübte die Luftwaffe das San Juan Massacre? an Arbeiterfamilien. Bis Juli schrumpfte Ches Truppe auf 24 Mann. Nach weiteren Hinterhalten zogen die demoralisierten Kämpfer kopflos durch den Dschungel und erreichten das Dorf Alto Seiko? auf 6000 Fuß Höhe. Die bolivianische Regierung führte eine erfolgreiche psychologische Kriegsführung durch civic action (Straßenbau, Landvergabe, Schulmaterialien) und Antiguerilla-Propaganda durch. Dies führte dazu, dass die lokale Bevölkerung unter dem verhängten Kriegsrecht gegen die Guerilleros mobilisiert wurde.
Che Guevara war zunehmend krank (Leberanfall) und unterernährt und agierte unvorsichtiger. Nach einem Gefecht am 8. Oktober 1967 in einer Schlucht nahe La Higua? wurde er verletzt gefangen genommen.
Verhör und Hinrichtung Che Guevara wurde in einem Schulhaus in La Higua? festgehalten. Er sprach dort mit Lieutenant Colonel Andres Celich?, dem er gegenüber die bittere Armut der bolivianischen Bauern beklagte. Am nächsten Morgen traf der CIA-Spion Felix Rodriguez? ein. Trotz Ches Weigerung, operativen Fragen zu beantworten, kam es zu einem Gespräch. Felix Rodriguez? erhielt schließlich den Befehl zur Hinrichtung, die von Sergeant Mario Terron? ausgeführt werden sollte. Felix Rodriguez? wies Mario Terron? an, nicht ins Gesicht zu schießen, um die Verletzungen wie im Kampf erlitten aussehen zu lassen. Che Guevara wurde am 9. Oktober 1967 um 13:10 Uhr durch mehrere Schüsse in Arme, Beine und Bauch getötet.
Die historischen Berichte und Dokumente weisen jedoch Widersprüche auf. Ein Brief des nationalen Sicherheitsberaters Walt Rosto? an die CIA hob zwar die Bedeutung von Ches Tod hervor, besagte aber widersprüchlicherweise auch, Che solle nicht getötet werden.
Das moralische Erbe und die Legende Das Transkript befasst sich abschließend mit der moralischen Bewertung Che Guevaras und räumt mit Mythen auf. Obwohl er im Alter von 24 Jahren rassistische Texte verfasste, wurde Antirassismus später ein Kern seiner Ideologie. Für eine systematische Verfolgung Homosexueller in seinem Arbeitslager gibt es keine Belege, und an den späteren UMAP-Arbeitslagern der Regierung unter Fidel Castro? war er nicht beteiligt, da er Kuba bereits verlassen hatte.
Che Guevara war ein harterRevolutionär, der Hass als Kampfmittel befürwortete, um Soldaten in „kalte Tötungsmaschinen“ zu verwandeln. Dennoch wird anderen gewaltsamen historischen Figuren wie George Washington? oder Nelson Mandela? eher vergeben. Die Frage nach Gut und Böse bleibt unbeantwortet; Che Guevara dient vielmehr als Spiegel für unsere eigenen moralischen Grenzen und die Frage, welche Mittel ein Ziel rechtfertigen