Ahmed Alnaouq ist ein palästinensischer Journalist, Autor und Menschenrechtsaktivist aus dem Gazastreifen, der heute in London lebt. Er studierte englische Literatur an der Al-Azhar-Universität in Gaza und kam 2019 mit einem Chevening-Stipendium nach Großbritannien, wo er an der University of Leeds einen Master in International Journalism absolvierte.
2015 gründete er gemeinsam mit der US-Journalistin Pam Bailey „We Are Not Numbers“ mit, eine Plattform, die jungen Palästinensern journalistisches und literarisches Schreiben vermittelt und ihnen ermöglicht, ihre Erfahrungen einem internationalen englischsprachigen Publikum selbst zu erzählen. Ausgangspunkt war Alnaouqs eigene Erfahrung nach dem Tod seines Bruders Ayman bei einem israelischen Luftangriff 2014 und das Schreiben über diesen Verlust. Außerdem ist er Mitbegründer der Medienplattform „Across the Wall“, die palästinensische Geschichten auf Hebräisch veröffentlicht, und arbeitet als Moderator bei „Palestine Deep Dive“; zuvor war er beim Euro-Mediterranean Human Rights Monitor tätig. Seine Beiträge erschienen unter anderem in The Washington Post, The New Arab und Arab News.
Am 22. Oktober 2023 wurden bei einem israelischen Luftangriff auf das Haus seiner Familie in Gaza 21 seiner Angehörigen getötet, darunter sein Vater, zwei Brüder, drei Schwestern sowie 14 Nichten und Neffen. Gemeinsam mit Bailey gab Alnaouq 2025 die Anthologie „We Are Not Numbers: The Voices of Gaza’s Youth“ heraus, die Texte junger Menschen aus Gaza aus zehn Jahren versammelt.