Ken Klippenstein (Jahrgang 1988?) ist ein US-amerikanischer Investigativjournalist, der sich vor allem mit nationaler Sicherheit, Geheimdiensten, Militär, US-Politik und staatlicher Überwachung beschäftigt. Er studierte am Wheaton College und arbeitete zunächst als investigativer Reporter bei The Young Turks, bevor er 2020 Washington-Korrespondent von The Nation wurde; später wechselte er zu The Intercept. Ein Kennzeichen seiner Arbeit ist die intensive Nutzung des Freedom of Information Act (FOIA), durch den er interne Regierungs-, Militär- und Geheimdienstdokumente beschafft und veröffentlicht.

Im April 2024 verließ Klippenstein The Intercept und arbeitet seither unabhängig; sein Newsletter über US-Politik und den nationalen Sicherheitsapparat erreicht inzwischen rund 200.000 Abonnenten. Besondere Aufmerksamkeit erhielt er im September 2024, als er ein aus dem Trump-Wahlkampf stammendes, mutmaßlich von iranischen Hackern erbeutetes internes Dossier über den damaligen Vizepräsidentschaftskandidaten J. D. Vance veröffentlichte, dessen Publikation große US-Medien abgelehnt hatten; sein X-Konto wurde daraufhin zeitweise gesperrt. Klippenstein veröffentlicht auch Primärdokumente, die andere Medien aus ethischen oder sicherheitspolitischen Gründen zurückhalten, und verbindet diese Form des investigativen Journalismus mit einer ausgesprochen konfrontativen Kritik sowohl staatlicher Institutionen als auch etablierter Medien.

Wikipedia (EN): Ken Klippenstein  |  Website: Ken Klippenstein