Tings Chak ist eine in China lebende Künstlerin, Autorin, Forscherin und politische Organisatorin sowie Co-Koordinatorin von Tricontinental Asia und des Bereichs Kunst und Kultur beim Tricontinental: Institute for Social Research. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Geschichte, Theorie und Praxis von Kunst und Kultur in nationalen Befreiungsbewegungen und sozialistischen Projekten sowie mit der chinesischen Revolution, dem gegenwärtigen sozialistischen Aufbau Chinas und dessen Stellung im Globalen Süden.
Chak studierte Architektur an der University of Toronto und schloss mit einem Master of Architecture ab; aus ihrer Forschung zu kanadischen Abschiebe- und Internierungseinrichtungen entstand das von ihr geschriebene und illustrierte Buch „Undocumented: The Architecture of Migrant Detention“, das Architekturzeichnungen und Comicformen verbindet und aus ihrer damaligen Arbeit in migrantischen und Anti-Haft-Bewegungen hervorging.
Bei Tricontinental leitet sie zugleich den Bereich Kunst und Kultur und untersucht insbesondere die Rolle kultureller Produktion in antikolonialen und sozialistischen Befreiungsbewegungen. Sie ist Redakteurin von „Wenhua Zongheng: A Journal of Contemporary Chinese Thought“ und promoviert an der Tsinghua University in Beijing. 2026 veröffentlichte sie „Art that Serves the People: Culture and National Liberation“; außerdem schreibt sie regelmäßig für Monthly Review, BreakThrough News und Brasil de Fato.