Henrieke Stahl (Jahrgang 1970) ist eine deutsche Slawistin und Literaturwissenschaftlerin und seit 2003 Professorin für russische und polnische Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Philosophie an der Universität Münster und promovierte 2000 summa cum laude mit einer Arbeit über Rosenkreuzertum und Initiation in den Romanen „Die silberne Taube“ und „Petersburg“ des russischen Symbolisten Andrej Belyj. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen russischen Symbolismus, russische Religionsphilosophie – insbesondere Wladimir Solowjow und die Sophiologie –, russische und polnische Literatur, europäische Geistesgeschichte sowie vergleichende Lyrikforschung; hinzu kommen Arbeiten zur ukrainischen Gegenwartslyrik.  

Von 2017 bis 2023 leitete sie die DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Russischsprachige Lyrik in Transition“, die Veränderungen von Gattungs-, Sprach-, Kultur- und gesellschaftlichen Grenzen in russischsprachiger Lyrik untersuchte. Seit 2019 ist Stahl geschäftsführende Herausgeberin der „Internationalen Zeitschrift für Kulturkomparatistik“; außerdem ist sie zweite Vorsitzende der Kueser Akademie für Europäische Geistesgeschichte. 2026 gab sie den Band „Die Aktualisierung des Gewissens – Einsichten und Lehren aus der Coronazeit“ heraus.

Wikipedia (DE): Henrieke Stahl