Tanja Tetzlaff (Jahrgang 1973) ist eine deutsche Cellistin und Hochschullehrerin aus Hamburg, die als Solistin und Kammermusikerin international tätig ist. Sie studierte Violoncello bei Bernhard Gmelin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und anschließend bei Heinrich Schiff am Mozarteum Salzburg; 1994 erhielt sie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD den dritten Preis. Von 1996 bis 2006 war sie Solocellistin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und gastierte als Solistin unter anderem beim Tonhalle-Orchester Zürich, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchestre de Paris, Philharmonia Orchestra London und NHK Symphony Orchestra Tokyo. Seit 1994 gehört sie gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Geiger Christian Tetzlaff, zu den Gründungsmitgliedern des Tetzlaff Quartetts; daneben arbeitet sie in wechselnden Kammermusikformationen. Einen besonderen Schwerpunkt setzt Tetzlaff auf die Verbindung von Musik mit ökologischen und gesellschaftlichen Themen: Für ihr Filmprojekt „Suites for a Suffering World“ spielte sie Bachs Cellosuiten in Landschaften, die durch den Klimawandel bedroht sind; für ihr musikalisches Schaffen und ihr Engagement für den Klimaschutz erhielt sie 2024 den Duisburger Musikpreis. Seit April 2024 ist sie Professorin für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen; sie spielt ein Cello von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1776.
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