Fethi Sahraoui (Jahrgang 1993) ist ein algerischer Dokumentarfotograf, Medienmacher und Gründer des Geschichts- und Medienprojekts Jazair Hope. Er wurde in Hassi R’Mel geboren, studierte Fremdsprachen an der Universität Mascara und schloss 2018 mit einer Arbeit über den Beitrag schwarzer US-amerikanischer Fotografen zur Bürgerrechtsbewegung ab. Als Fotograf beschäftigt er sich vor allem mit dem gesellschaftlichen Alltag Algeriens; seine Arbeiten wurden unter anderem im Institut du monde arabe gezeigt und in der New York Times veröffentlicht. Er gehört zum algerischen Fotografenkollektiv Collective 220, war Stipendiat der Magnum Foundation und Teilnehmer der Joop Swart Masterclass von World Press Photo. Mit Jazair Hope befasst er sich darüber hinaus mit algerischer Geschichte, Kultur und Identität sowie mit der Darstellung Algeriens im Ausland; zum Projekt gehört auch das Buch „L’Histoire de l’Algérie en 54 objets“. In internationalen Interviews tritt Sahraoui zudem als Kommentator zu Algeriens Außenpolitik, dem französischen Kolonialismus und Unabhängigkeitskrieg, den Beziehungen zwischen Algerien und Frankreich, der Westsahara, Palästina sowie Fragen von Sprache, Identität und Diaspora auf.