Elise Ewert (1886–1940), geborene Auguste Elise Saborowski und auch unter dem Decknamen „Sabo“ bekannt, war eine deutsche Übersetzerin, Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Nach ihrer Emigration nach Kanada schloss sie sich gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Arthur Ewert der sozialistischen Bewegung an. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete sie für die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die Kommunistische Internationale (Komintern), unter anderem in Moskau sowie bei internationalen Missionen in den USA, China und Brasilien. Nach dem gescheiterten kommunistischen Aufstand in Brasilien Ende 1935 wurden Arthur und Elise Ewert verhaftet und schwer gefoltert; Elise Ewert wurde zudem von brasilianischen Polizeibeamten vergewaltigt. 1936 lieferte Brasilien sie an das Deutsche Reich aus. Nach ihrer Inhaftierung im Frauen-KZ Moringen wurde sie in das KZ Lichtenburg und schließlich in das KZ Ravensbrück überstellt. Dort starb sie am 2. Februar 1940 an den Folgen der Misshandlungen und der Haftbedingungen. Heute gilt sie als eine bedeutende Persönlichkeit der internationalen kommunistischen Bewegung und als Opfer sowohl politischer Verfolgung in Brasilien als auch des nationalsozialistischen Terrors.
Wikipedia (DE): Elise Ewert | Wikipedia (EN): Elise Saborovky-Ewert