Amal Khalil (1984–2026) war eine libanesische Journalistin und Reporterin der Beiruter Tageszeitung Al Akhbar. Seit 2006 berichtete sie schwerpunktmäßig über den Südlibanon, den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah sowie die Auswirkungen militärischer Auseinandersetzungen auf die Zivilbevölkerung. Ihre Reportagen konzentrierten sich insbesondere auf das Leben in den Grenzregionen, die Zerstörung von Infrastruktur und die Situation der dort lebenden Menschen. Im September 2024 machte sie öffentlich, dass sie nach eigenen Angaben Todesdrohungen erhalten habe, die sie zum Verlassen des Südlibanon aufforderten.
Am 22. April 2026 wurde Khalil während einer Recherche im südlibanesischen Ort Al-Tayri (At Tiri) getötet. Nachdem sie und die Fotojournalistin Zeinab Faraj infolge eines Luftangriffs in einem Wohnhaus Schutz gesucht hatten, wurde auch dieses Gebäude getroffen. Khalil kam dabei ums Leben, Faraj wurde schwer verletzt. Die libanesische Regierung, internationale Journalistenverbände sowie die UNESCO verurteilten den Vorfall und forderten eine unabhängige Untersuchung. Die israelischen Streitkräfte erklärten, der Angriff habe militärischen Zielen gegolten und bestritten, Journalisten gezielt angegriffen zu haben.
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