Tamás Sulyok (Jahrgang 1956) ist ein ungarischer Jurist, Verfassungsrichter und Staatspräsident. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Szeged und arbeitete zunächst als Jurist, Rechtsberater und später als Anwalt mit eigener Kanzlei. Von 2000 bis 2014 war er Honorarkonsul Österreichs in Szeged und lehrte zudem Verfassungsrecht an der Universität Szeged. 2014 wurde er Mitglied des ungarischen Verfassungsgerichts, 2016 dessen Präsident. Nach dem Rücktritt von Katalin Novák nominierte das Regierungsbündnis Fidesz-KDNP ihn 2024 für das Präsidentenamt; seit März 2024 ist er Staatspräsident Ungarns. Sulyok gilt als nationalkonservativ geprägt, ist jedoch formal parteilos. In den letzten Monaten geriet er erneut in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen, nachdem Ministerpräsident Péter Magyar seinen Rücktritt forderte und eine Verfassungsänderung zu seiner möglichen Absetzung ankündigte. (Stand 07.06.2026)

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