Daniela Klette (Jahrgang 1958) ist eine deutsche frühere Angehörige der dritten Generation der RAF (Rote Armee Fraktion). Sie wuchs in Karlsruhe auf und engagierte sich seit den 1970er Jahren in linksradikalen politischen Zusammenhängen, darunter in der Anti-NATO-Bewegung und im Umfeld der Roten Hilfe. Ermittlungsbehörden ordnen sie der sogenannten dritten RAF-Generation zu, die unter anderem für Anschläge in den 1980er und frühen 1990er Jahren verantwortlich gemacht wird. Nach der Auflösung der RAF im Jahr 1998 lebte Klette jahrzehntelang im Untergrund unter falscher Identität. Im Februar 2024 wurde sie in Berlin festgenommen, nachdem sie mehr als 30 Jahre als flüchtig galt. Seit 2025 laufen Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher Beteiligung an bewaffneten Raubüberfällen zwischen 1999 und 2016; zusätzlich wurde 2026 Anklage wegen mutmaßlicher RAF-Anschläge der frühen 1990er Jahre erhoben. Im Mai 2026 verurteilte das Landgericht Verden sie wegen mehrerer Raubtaten und Waffenverstößen zu 13 Jahren Haft; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (5.6.2026).
