Helyeh Doutaghi (Jahrgang 1994/1995) ist eine iranische Rechtswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf internationalem Recht, geopolitischer Ökonomie und Sanktionspolitik. Sie studierte unter anderem an der Carleton University sowie am King's College London und promovierte über die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Sanktionsregimes gegen Iran. Von 2023 bis 2025 war sie Associate Research Scholar und stellvertretende Direktorin des Law and Political Economy Project an der Yale Law School.
International bekannt wurde Doutaghi im Jahr 2025 durch eine Kontroverse um ihre pro-palästinensischen Positionen und mutmaßliche Verbindungen zur Organisation Samidoun. Yale suspendierte sie zunächst und beendete später ihr Arbeitsverhältnis mit der Begründung, sie habe bei internen Untersuchungen nicht kooperiert. Doutaghi wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie werde wegen ihrer politischen Haltung zum Gaza-Krieg und ihrer Kritik an westlicher Nahostpolitik angegriffen. Der Fall führte international zu Debatten über akademische Freiheit, Antisemitismus-Vorwürfe und den Umgang mit pro-palästinensischem Aktivismus an US-Universitäten.
Nach ihrer Entlassung kehrte sie nach Iran zurück und setzte dort ihre wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit fort. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Sanktionen, internationalem Recht, imperialer Wirtschaftsordnung und Third-World-Approaches-to-International-Law-Ansätzen (TWAIL). Beiträge von ihr erscheinen unter anderem beim Palestine Policy Network und in verschiedenen politischen und akademischen Medien.
Wikipedia (EN): Helyeh Doutaghi | Website: Helyeh Doutaghi