Cyril Ramaphosa (Jahrgang 1952) ist ein südafrikanischer Politiker und seit Februar 2018 Präsident der Republik Südafrika. Er wurde am 17. November 1952 in Soweto geboren und studierte Rechtswissenschaften, bevor er sich im Widerstand gegen die Apartheid engagierte. In den 1980er-Jahren war er Generalsekretär der National Union of Mineworkers und spielte eine zentrale Rolle in der südafrikanischen Gewerkschaftsbewegung.
In den frühen 1990er-Jahren war Ramaphosa an den Verhandlungen zur Beendigung der Apartheid beteiligt und gehörte zum inneren Führungskreis des African National Congress (ANC). Nach dem Übergang zur Demokratie zog er sich zunächst aus der aktiven Politik zurück und war in der Wirtschaft tätig, wo er Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen aufbaute und zu den einflussreichen Geschäftsleuten des Landes zählte.
2014 kehrte er als Vizepräsident unter Präsident Jacob Zuma in die Regierung zurück. Nach innerparteilichen Auseinandersetzungen wurde er 2017 zum Vorsitzenden des ANC gewählt und übernahm im Februar 2018 das Amt des Präsidenten. In seiner Amtszeit setzt er sich unter anderem mit Fragen wirtschaftlicher Entwicklung, Korruptionsbekämpfung und sozialer Ungleichheit auseinander.
Ramaphosas politische Laufbahn verbindet Engagement im antiapartheidlichen Widerstand, wirtschaftliche Tätigkeit und staatliche Führung. Seine Präsidentschaft ist geprägt von dem Versuch, institutionelle Stabilität zu stärken und Reformprozesse in einem komplexen politischen und wirtschaftlichen Umfeld voranzutreiben.
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