Liz Oliva Fernández (Jahrgang unbekannt) ist eine kubanische Journalistin, Filmemacherin und Medienakteurin, die vor allem durch ihre Arbeit für das Projekt „Belly of the Beast“ bekannt ist. Dort wirkt sie als Produzentin, Reporterin und Moderatorin und präsentiert unter anderem die Reihe „The War on Cuba“, für die sie mit einem Gracie Award ausgezeichnet wurde. Ihre journalistische Tätigkeit umfasst Reportagen und Dokumentationen zu gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Kuba, die sich an ein internationales Publikum richten.
Neben ihrer Arbeit im Journalismus tritt Fernández auch als Aktivistin in Erscheinung und engagiert sich insbesondere in antirassistischen und feministischen Zusammenhängen. In ihren Beiträgen thematisiert sie wiederholt die Auswirkungen internationaler Politik auf den Alltag in Kuba. Dabei beschreibt sie die US-Sanktionen gegen das Land als prägend für das Leben vieler Menschen und interpretiert sie als langfristige Form wirtschaftlichen Drucks mit generationenübergreifenden Folgen.
Biografisch gehört sie zu einer Generation, die in den 1990er-Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufwuchs und deren Lebensumstände durch anhaltende wirtschaftliche Krisen geprägt wurden. Diese Perspektive fließt in ihre journalistische Arbeit ein, in der persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Analyse und mediale Darstellung miteinander verbunden werden.