Pedro Sánchez (Jahrgang 1972) ist ein spanischer Politiker (PSOE) und seit Juni 2018 Ministerpräsident Spaniens. Er wurde am 29. Februar 1972 in Madrid geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften, später promovierte er in diesem Fach und war auch als Hochschullehrer tätig. Seine politische Laufbahn begann auf kommunaler Ebene in Madrid, bevor er 2009 in den spanischen Kongress der Abgeordneten gewählt wurde.
2014 übernahm Sánchez erstmals den Vorsitz der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) und wurde Oppositionsführer. Nach innerparteilichen Konflikten trat er 2016 zurück, kehrte jedoch 2017 durch eine Mitgliederwahl an die Parteispitze zurück. Im Juni 2018 wurde er nach einem erfolgreichen Misstrauensvotum gegen den damaligen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy zum Regierungschef ernannt, was einen ungewöhnlichen Machtwechsel in der spanischen Politik darstellte.
In den folgenden Jahren führte Sánchez mehrere Regierungen, zunächst als Minderheitsregierung und ab 2020 in einer Koalition mit Unidas Podemos, der ersten Koalitionsregierung Spaniens seit der Demokratisierung. Nach den Parlamentswahlen 2023 konnte er trotz zweitstärkstem Wahlergebnis erneut eine Regierung bilden und blieb im Amt. Seine Politik ist geprägt von sozialdemokratischen Positionen, darunter Arbeitsmarkt- und Sozialreformen, sowie einer pro-europäischen und multilateralen Außenpolitik.
Auf internationaler Ebene tritt Sánchez für eine stärkere Rolle multilateraler Institutionen und eine eigenständige europäische Außenpolitik ein. In jüngerer Zeit betonte er insbesondere die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit angesichts globaler Konflikte und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Wikipedia (DE): Pedro Sánchez | Wikipedia (EN): Pedro Sánchez