Mojtaba Khamenei (Jahrgang 1969) ist ein iranischer schiitischer Geistlicher und seit März 2026 Oberster Führer der Islamischen Republik Iran. Er ist der Sohn des langjährigen Revolutionsführers Ali Khamenei und wurde nach dessen Tötung im Zuge des Iran-Krieges vom Expertenrat zum neuen Staats- und Religionsoberhaupt ernannt. Khamenei erhielt eine religiöse Ausbildung in Qom und war über viele Jahre im Umfeld des Machtzentrums seines Vaters tätig, ohne selbst ein offizielles Regierungsamt auszuüben. Ihm wird eine wichtige Rolle bei der Koordination von politischen, militärischen und geheimdienstlichen Strukturen zugeschrieben, insbesondere im Umfeld der Revolutionsgarden und der Basij-Miliz.
Sein politischer Einfluss entwickelte sich weitgehend im Hintergrund, wodurch er lange als wenig öffentlich sichtbare, aber einflussreiche Figur innerhalb des Systems galt. Berichte charakterisieren ihn als sicherheitsorientierten Akteur, der kaum öffentlich auftritt und seine Macht eher über Netzwerke und institutionelle Kontrolle ausübt als über offene politische Kommunikation. Seine politische Ausrichtung wird als besonders hardliner-orientiert beschrieben, mit enger Anbindung an ideologisch geprägte Kreise innerhalb des iranischen Machtapparats.
Wikipedia (EN): Mojtaba Khamenei
