Harbich, Milo (Autor)

Milo Harbich (1900–1988) war ein deutsch-brasilianischer Filmeditor und Filmregisseur, der in den 1930er- und 1940er-Jahren in der deutschen Filmindustrie tätig war. Er wurde als Emilio Harbich in Porto Alegre in Brasilien geboren und kam als Kind mit seiner Familie nach Dresden, wo er zunächst als Schauspieler und Bühnenmaler arbeitete, bevor er in die Filmbranche wechselte. Anfang der 1930er-Jahre begann er als Schnittmeister zu arbeiten und war an zahlreichen Produktionen beteiligt, darunter Filme der UFA-Studios sowie Werke von Regisseuren wie Hans Steinhoff und Detlef Sierck. In dieser Zeit war er unter anderem am Schnitt mehrerer Spielfilme beteiligt, darunter auch an dem Propagandafilm „Hitlerjunge Quex“. Ab 1940 führte Harbich selbst Regie bei Spielfilmen wie „Kriminalkommissar Eyck“ und der Komödie „Wie konntest du, Veronika!“. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst für die DEFA und inszenierte 1946 den Film „Freies Land“, der sich mit der Bodenreform und den sozialen Umbrüchen der unmittelbaren Nachkriegszeit beschäftigte. 1947 kehrte er nach Brasilien zurück, wo er weiterhin sporadisch im Film tätig war, unter anderem als Editor und Bühnenbildner, und daneben auch literarische Arbeiten veröffentlichte. 

Wikipedia (DE): Milo Harbich

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