Anthropic-CEO nennt Vorgehen des Pentagons „vergeltend und strafend“
Anthropic-CEO Amodei wehrt sich in einem Interview gegen die Einstufung als Sicherheitsrisiko und beruft sich auf amerikanische Grundwerte.
Anthropic-Gründer Dario Amodei hat nun öffentlich auf die Einstufung seines Unternehmens als Sicherheitsrisiko durch das US-Verteidigungsministerium reagiert. In einem Interview mit CBS, das spricht er von einem beispiellosen Vorgang: „Diese Einstufung hat es noch nie zuvor bei einem amerikanischen Unternehmen gegeben. Und ich denke, es wurde in einigen ihrer Erklärungen, in ihrer Wortwahl, sehr deutlich, dass dies vergeltend und strafend war“, so Amodei. Von Sophia Zimmermann heise online 28.02.2026
Anthropic weist Pentagon-Ultimatum zurück
Das Pentagon droht Anthropic mit schweren Sanktionen, sollte das KI-Unternehmen seine Sicherheitsvorkehrungen nicht aufgeben. Doch CEO Amodei bleibt hart.Zwischen dem US-Kriegsministerium und dem KI-Unternehmen Anthropic eskaliert ein Machtkampf, der weit über einen gewöhnlichen Vertragsstreit hinausgeht.
Am Dienstag empfing Verteidigungsminister Pete Hegseth den Anthropic-Chef Dario Amodei im Pentagon, wie Telepolis berichtete. Dabei setzte er ihm eine knappe Frist: Bis Freitag, 17:01 Uhr Ostküstenzeit, müsse das Unternehmen sämtliche Einschränkungen für die militärische Nutzung seiner KI-Software Claude fallen lassen.Zwei Tage später machte Amodei in einer öffentlichen Stellungnahme klar, dass er nicht einlenken werde: "Wir können ihrer Forderung nicht guten Gewissens nachkommen". von Bernd Müller Telepolis 27. Februar 2026