Hugo Chávez (1954–2013) war ein venezolanischer Offizier und Politiker, der von 1999 bis zu seinem Tod Präsident Venezuelas war. Er trat erstmals 1992 mit einem gescheiterten Militärputsch politisch hervor und gewann später mehrere Wahlen mit deutlicher Mehrheit. Chávez verstand sich als Initiator der sogenannten Bolivarischen Revolution, die eine tiefgreifende Umgestaltung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft anstrebte. Zentral waren eine neue Verfassung, die Ausweitung staatlicher Kontrolle über Schlüsselindustrien und umfangreiche Sozialprogramme. Außenpolitisch positionierte er sich als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Außenpolitik und suchte enge Beziehungen zu anderen linksgerichteten Regierungen in Lateinamerika. Seine Amtszeit war von starken gesellschaftlichen Polarisierungen, wirtschaftlichen Umbrüchen und institutionellen Machtverschiebungen geprägt. Chávez prägte die politische Entwicklung Venezuelas über mehr als ein Jahrzehnt nachhaltig.
Wikipedia (DE): Hugo Chávez