Shireen Abu Akleh (1971–2022) war eine palästinensisch-amerikanische Journalistin, die über 25 Jahre als Reporterin für den arabischen Nachrichtensender Al Jazeera aus den palästinensischen Gebieten und dem Nahen Osten berichtete und damit zu einer der bekanntesten Stimmen des arabischen Journalismus wurde. Sie wurde 1971 in Jerusalem geboren, studierte Journalismus an der Yarmouk-Universität in Jordanien und arbeitete zuvor unter anderem für Radio Monte Carlo, Voice of Palestine und UNRWA, bevor sie 1997 zu Al Jazeera wechselte und dort wichtige Ereignisse wie die Zweite Intifada und wiederholt Konflikte im Westjordanland und Gazastreifen dokumentierte. Abu Akleh trug bei ihren Einsätzen stets deutlich als Presse gekennzeichnete Schutzkleidung und war für ihre langjährige Berichterstattung über den israelisch-palästinensischen Konflikt weithin bekannt. Am 11. Mai 2022 wurde sie im Westjordanland bei einem Einsatz in Jenin tödlich durch Schüsse getroffen, während sie über eine Militäroperation berichtete; internationale Ermittlungen und Medienberichte deuten darauf hin, dass Schüsse aus militärischen Positionen sie trafen, doch eine abschließende rechtliche Klärung steht weiterhin aus. Sie hinterließ einflussreiche journalistische Arbeiten, die in vielen Teilen der Welt Reaktionen auf die Sicherheit von Pressevertretern und den Schutz von Journalisten in Konfliktzonen auslösten.
Wikipedia (DE): Shireen Abu Akleh
