Matthias Moosdorf (Jahrgang 1965) ist ein deutscher Cellist, Hochschullehrer und Politiker der AfD sowie seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Zwickau. Er studierte von 1986 bis 1991 Violoncello und Kammermusik an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und war Gründungsmitglied des international erfolgreichen Leipziger Streichquartetts, dem er von 1988 bis 2019 angehörte; außerdem war er Solocellist des Leipziger Kammerorchesters und lehrte unter anderem in Leipzig und als Gastprofessor in Tokio.
Seit 2016 gehört Moosdorf der AfD an; vor seinem Bundestagsmandat arbeitete er als Politikberater und wissenschaftlicher Mitarbeiter eines AfD-Bundestagsabgeordneten und war maßgeblich an der Kampagne der Partei gegen den UN-Migrationspakt beteiligt. Bei den Bundestagswahlen 2021 und 2025 gewann er jeweils das Direktmandat in Zwickau; in der 20. Wahlperiode war er außenpolitischer Sprecher beziehungsweise Leiter des Arbeitskreises Außenpolitik der AfD-Fraktion, während er im aktuellen Bundestag dem Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union angehört. Seit 2024 ist Moosdorf zudem Honorarprofessor für Violoncello an der Moskauer Gnessin-Musikakademie; die bezahlte Tätigkeit während seiner Funktion als AfD-Außenpolitiker löste Kritik wegen seiner politischen Nähe zu Russland aus, Moosdorf selbst bezeichnete sie als Fortsetzung seiner langjährigen internationalen Lehrtätigkeit als Musiker.
Als Autor veröffentlichte er unter anderem „Ludwig van Beethoven. Die Streichquartette“ (2007), „Denken als Alternative“ (2019), „Das Streichquartett von A bis Z“ (2025) und „Kultur von Rechts. Zwischen Restauration und Revolution“ (2025/26).
Wikipedia (DE): Matthias Moosdorf | Website: Matthias Moosdorf