Das Territorium der USA ist viel größer als die offzielle Landkarte zeigt. Der amerikanische Historiker Daniel Immerwahr entlarvt, wie es gelang, ein ganzes Weltreich zu errichten, ohne dass die Welt es merkte. Zu den Vereinigten Staaten gehörten (und gehören zum Teil bis heute) unter anderem: die Philippinen und Puerto Rico, verschiedene Inseln im Pazifik sowie Teile Samoas. Einst Kolonien oder zur Ausbeutung von Rohstoffen annektiert, wurden sie nach 1945 als Außengebiete der USA bezeichnet.
“How to Hide an Empire”: Daniel Immerwahr on the History of the Greater United States
auf YouTube (05.03.2019) 30:32
„How to Hide an Empire: A History of the Greater United States“ (Wie man ein Imperium versteckt: Eine Geschichte der Vereinigten Staaten). So heißt ein neues Buch, das sich mit einem oft übersehenen Teil der USA beschäftigt: den Überseegebieten von Puerto Rico bis Guam, ehemaligen Territorien wie den Philippinen und Hunderten von Militärstützpunkten auf der ganzen Welt.
Wir sprechen mit dem Autor des Buches, Daniel Immerwahr, der schreibt: „Zu verschiedenen Zeiten wurden die Bewohner des US-Imperiums erschossen, beschossen, ausgehungert, interniert, enteignet, gefoltert und für Experimente missbraucht. Was sie im Großen und Ganzen nicht waren, ist sichtbar.“ Immerwahr ist außerordentlicher Professor für Geschichte an der Northwestern University.
“How to Hide an Empire: A History of the Greater United States.” That’s the title of a new book examining a part of the U.S. that is often overlooked: the nation’s overseas territories from Puerto Rico to Guam, former territories like the Philippines, and its hundreds of military bases scattered across the globe.
We speak with the book’s author, Daniel Immerwahr, who writes, “At various times, the inhabitants of the U.S. Empire have been shot, shelled, starved, interned, dispossessed, tortured and experimented on. What they haven’t been, by and large, is seen.” Immerwahr is an associate professor of history at Northwestern University.