Originell, treffsicher und in höchstem Maße aggressiv - das sind die Attribute, mit denen sich die Aphorismen Karl Kraus' beschreiben lassen. Scharfsinnig und mit sprachlicher Raffinesse, oft witzig und immer unterhaltsam, nahm der Herausgeber und Autor der Zeitschrift Die Fackel im frühen 20. Jahrhundert die Gesellschaft kritisch und voller boshaften Spotts aufs Korn, und nichts und niemand war vor seiner spitzen Feder sicher: weder phrasendreschende Kollegen (»Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche.«) noch unfähige und/oder korrupte Vertreter des Staatsapparats («Einen Brief absenden heißt in Österreich einen Brief aufgeben.«) ...
Gesellschaftskritik (Thema)
Ein satirischer Seitenhieb auf die USA und ihre seltsamen Milliardäre
Ein brillantes Kabinettstück mit Schurken à la James Bond: Dr. No ist ein renommierter Professor für Mathematik an der Brown University, Experte für das Nichts. Das macht ihn zum perfekten Berater für den Schwarzen Milliardär John Sill. Dieser will einen in Fort Knox bewahrten Schuhkarton knacken, in dem sich angeblich »nichts« befindet. Denn wer das Nichts kontrolliert, soll die Weltherrschaft an sich reißen können – ...
Thelonious »Monk« Ellison ist Schriftsteller – und verzweifelt: Seine anspruchsvollen Bücher finden kaum Beachtung, während klischeebeladene »Ghettoromane« über Schwarze gefeiert werden. Aus Wut schreibt er selbst unter Pseudonym einen solch stereotypen, provokanten Roman mit dem Titel »Fuck«. Der Erfolg ist überwältigend. Doch mit dem Ruhm wächst auch das Chaos in Monks Leben.
»Ausradiert« ist eine bissige, kluge Satire auf den Literaturbetrieb, kulturelle Erwartungen und die Frage, wer erzählen darf – und wie.
Die Menschheit im Vernichtungsrausch: ein Panorama des Schreckens, ein literarisches Fanal, Mahnmal und Monument.
Einem »Marstheater« hat Karl Kraus seine Weltkriegstragödie zugedacht – weil sie mit ihren über 200 Szenen nicht nur im Umfang über jede menschliche Vorstellung hinausgeht. Die Tragödie findet hier nicht nur auf dem Theater statt, sie ist eine Katastrophe von apokalyptischen Dimensionen. Der Krieg, gegen den Karl Kraus mit satirischem Furor und moralischer Beschämung Krieg geführt hat, endet hier nicht mit einem Frieden, denn: »Er hat sich nicht an der Oberfläche des Lebens abgespielt, sondern im Leben selbst gewütet. Die Front ist ins Hinterland hineingewachsen. Sie wird dort bleiben.«
Ein Bilderbuch über den Ersten Weltkrieg mit 1620 Originalphotos und 480 Zitaten als Ikonographie zu Karl Kraus’ Mammutdrama »Die letzten Tage der Menschheit« mit allen Schauplätzen, Personen, Gemälden, Zeichnungen, Plakaten, Karikaturen, Annoncen, Fake News, Zeitungsartikeln und Propaganda.
„Bis zu Karl Kraus’ Monstertragödie »Die letzten Tage der Menschheit« hatte man den Ersten Weltkrieg immer nur von der Vorderseite aus gesehen. An die Kulissen dahinter hatten nur die wenigsten gedacht. Bei Karl Kraus aber wurde der Krieg in erschreckender Plastik zum erstenmal dreidimensional gezeigt. Kraus wendete unsern Blick erstmals zu den noch viel größeren Gräueln der Rückseite.“ (Friedensnobelpreisträger Hermann Fried)
Make America Hate Again
Bernd Greiner analysiert die Wurzeln von Trumps Macht
Was ist bloß mit den USA los? Woher kommt das Gift im politischen Betrieb? Das Lügen, Denunzieren und Dämonisieren, der Hass auf Minderheiten und die Unerbittlichkeit gegenüber den Schwachen? Wie konnte die Weißglut zur politischen Betriebstemperatur werden? Donald Trump und sein MAGA-Movement haben Wurzeln, die weit zurückreichen ins «amerikanische Jahrhundert». Dieses Buch legt sie frei.
Sonderausgabe der großen Biographie des Arbeiterpapstes
Der Name ist Programm - gilt wohl im besonderen Maße für die Päpste. Leo XIV. hat erklärt, dass er mit seiner Namenswahl bewusst an Leo XIII. anknüpfen will und daran erinnert, dass dieser die Soziale Frage in den Mittelpunkt gestellt hat.
Atemraubender Liebeskrimi, Schlüsselroman der "New Economy", Justizgroteske ...
Michael Sailers zweiter Roman verknüpft mehrere, scheinbar unvereinbare Bücher in einem. So entsteht ein unwiderstehlich faszinierendes Zeitbild einer Gesellschaft, die aus den Fugen gerät und den Verstand verliert.
Stefan A. Marx analysiert die globale Drogenökonomie im Spannungsfeld von Befreiung und Unterdrückung, immer weiter gesteigerter Ausbeutung und Drogenprohibition.
Drogen dienen dabei der Aufrechterhaltung des (Arbeits-)Alltags und bestehender Herrschaftsverhältnisse: Psychopharmaka sollen Schmerzerkrankungen und Depressionen lindern, ohne deren Ursachen zu beheben. Während Tech-Milliardäre ihre Existenz mittels Microdosing und dem Handel auf Kryptomärkten optimieren, bleibt für die Masse der Armen in den Herstellungsländern nur die Narcoculture, geprägt von Ungerechtigkeit und Gewalt.
»Eine klare Parabel darauf was passiert, wenn sich Psychopathen und gescheiterte Intellektuelle verbinden und mit den ›guten Bürgern‹ verbinden. Wobei die ›guten Bürger‹ sich freiwillig in die Überzeugung der anderen begeben. Zu seiner Entstehungszeit war das Stück der Blick zurück. Heute ist das Stück eher eine zu Zukunftswarnung. « Reiner Girstl
Das Stück ist die Geschichte des Bürgers Gottlieb Biedermann, der die Brandstifter in sein Haus einlädt, um von ihnen verschont zu werden. Es entlarvt präzise eine Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. Biedermann und die Brandstifter - eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.