Am Ende des Fortschritts
Überleben in den Ruinen des Kapitalismus
Die neue Vision für eine Gesellschaft jenseits von Fortschrittsglauben und Klimaschutz-Optimismus
In seinem neuen Buch zieht Kohei Saito eine ernüchternde Bilanz: Teile der Umwelt, die unseren Wohlstand zuverlässig sicherte, sind bereits zerstört. Autoritäre Kräfte und Kriege überziehen die Welt, und gleichzeitig stagniert das Wirtschaftswachstum im globalen Norden. Der Kapitalismus scheitert an einer von Techno-Oligarchen beherrschten Welt. Krise als Chance? Nein, sagt Saito, was nun folgt, ist eine Ära chronischer Notlagen.
Unsere Zukunft wird geprägt sein von Knappheit, Destabilisierung und Naturkatastrophen - und nicht von Überfluss, Beschleunigung und Emanzipation.
Saito fordert, dieses Ende des Fortschritts zu akzeptieren und plädiert für eine neu gedachte Planwirtschaft, um unsere letzten Freiheiten zu bewahren.
Aus dem Inhalt
- Die Zukunft heißt Faschismus!
- Die Ära des Klimakollapses und die permanente Mangelwirtschaft
- Mit dem Technokapitalismus kommt der Faschismus
- Das »Ende der Welt« und der Akzelerationismus
- Führt die Planwirtschaft in den Absolutismus?
- Was wir brauchen, um uns von Hayeks Bann zu befreien
- Ist digitaler Sozialismus möglich?
- Hayeks blinder Fleck und die grüne Kriegswirtschaft
- Der späte Marx und die Diktatur des Proletariats
- Die Diktatur der Ökologie
- Die Hoffnung heißt Dunkler Sozialismus
- Die Apokalypse der Niemande
Rezensionen
Ein bisschen Planwirtschaft: Der japanische Philosoph Kohei Saito fordert eine „Diktatur der Ökologie“ als Antwort auf den Klimakollaps. Die Rolle des Staats bleibt dabei blass: Mit Ausnahme der Schlusskapitel changiert „Am Ende des Fortschritts“ über weite Strecken zwischen dystopisch und apokalyptisch. (...) Die Analyse des Bestseller-Autors ist unangenehm, unangenehm ungeschönt. Sie verwehrt sich sämtlicher Beschwichtigungen, zerrt Leser:innen aus der kognitiven Komfortzone und zwingt sie, sich über neue Formen politischen Handelns und politischer Institutionen Gedanken zu machen. Von Johannes Greßtaz 24.07.2026
Autoreninfos
Übersetzt von
Gregor Wakounig, geboren 1984 in Klagenfurt/Celovec, lebt und arbeitet als Übersetzer und freier Journalist in Wien. Er studierte Japanologie in Wien, Sendai und Tokio.
