Leo XIII.
Papst und Staatsmann

Sonderausgabe der großen Biographie des Arbeiterpapstes

Der Name ist Programm - gilt wohl im besonderen Maße für die Päpste. Leo XIV. hat erklärt, dass er mit seiner Namenswahl bewusst an Leo XIII. anknüpfen will und daran erinnert, dass dieser die Soziale Frage in den Mittelpunkt gestellt hat. 

ISBN 978-3-451-02960-8 1. Auflage 14.07.2025 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Die 25-jährige Amtszeit Leos XIII. (1878-1903) wurde in mehrfacher Hinsicht für die weitere Entwicklung des Papsttums prägend. Er initiierte die moderne vatikanische Außen- und Friedenspolitik. Durch die Enzyklika Rerum Novarum zur Arbeiterfrage begründete er die Katholische Soziallehre. Leo XIII. war auch stilbildend als erster »Medienpapst«.

Leo XIII., der von 1878 bis 1903 im Amt war, war bei seinem Tod der älteste Papst der Kirchengeschichte. Eigentlich als Übergangskandidat gewählt, wurde seine 25-jährige Amtszeit doch in mehrfacher Hinsicht für die weitere Entwicklung prägend. Den Schwerpunkt legte er auf politische und gesellschaftliche Fragen: So profilierte er den Heiligen Stuhl als neutralen Vermittler zwischen den Staaten und als globale moralische Instanz. Durch die Enzyklika „Rerum Novarum“ zur Arbeiterfrage begründete er die katholische Soziallehre. Man kann Leo XIII. auch als den ersten »Medienpapst« bezeichnen, insofern er die katholische Bevölkerung in den einzelnen Ländern bewusst für die Sache der Kirche einzuspannen suchte. Benedikt XVI. würdigte seinen großen Vorgänger mit den Worten: „Ein sehr alter Papst, aber weise und weitblickend. Mit der rechten Haltung, um die neuen Herausforderungen zu meistern, konnte er eine verjüngte Kirche ins 20. Jahrhundert führen.“

„Heute fast vergessen, galt Leo XIII. den Menschen seiner eigenen Epoche als zeitgemäße Verkörperung des Papsttums, ja geradezu als Idealpapst.“ (Jörg Ernesti)

Quelle und Fotos aus dem Buch Herder Verlag 20.05.2026

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Wikipedia (DE): Leo XIII.

Wikipedia (DE): Leo XIV.

Rezensionen

Mit einem Bestseller, der mittlerweile in der vierten Auflage vorliegt, hat der deutsche Historiker Jörg Ernesti einen „vergessenen Papst“ wieder einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Einen besonderen Schub erlebten die Verkaufszahlen nach dem 8. Mai 2025 – als klar wurde, dass Robert Prevost sich als Leo XIV. ausdrücklich in die Tradition von Leo XIII. stellen wollte. Doch bereits zuvor wurde das Buch vor allem in den USA besonders intensiv rezipiert. Von vatican news - cs Vatican News 10.2025

Ein dialektisches Bild der Welt: In seinem Geleitwort hebt Reinhard Kardinal Marx die Bruchlinien der Zeit des Pontifikats Leos XIII hervor: Mit dem Beginn der Französischen Revolution brach für die Kirche in ganz Europa eine Zeit des Umbruchs, der Unsicherheit, teilweise der Verfolgung an. Der aufkommende Wirtschaftsliberalismus mit freien Märkten und die sich zuspitzenden sozialen Ungleichheiten bis hin zu krasser Ausbeutung und Massenelend, provozierte eine rückwärtsgewandte Gegenbewegung, die ihren Anspruch auf die Vormoderne postulierte. Zwischen diesen Polen bildete sich eine christliche Sozialbewegung heraus, wie sie Emanuel von Ketteler verkörperte. Von Ingo-Maria Langen Via Conci 07.2019

Autoreninfos

Jörg Ernesti, Studium in Paderborn, Wien und Rom, 1993 Priesterweihe, 1997 Promotion in Kirchengeschichte in Rom und 2007 in Ökumenischer Theologie in Paderborn, 2003 Habilitation in Mainz, seit 2013 Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Augsburg. Quelle: Herder Verlag 20.05.2026

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Erstellt: 20.05.2026 - 07:27  |  Geändert: 20.05.2026 - 08:01