Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom "Brasilianer", der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich - und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.
Mondsee, 1944 - Leben und Lieben im Schatten der großen Geschichte.
Arno Geiger (Jahrgang 1968) ist ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem durch seine Romane und autobiografisch geprägten Werke bekannt geworden ist. Er studierte Germanistik, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft und begann nach verschiedenen beruflichen Stationen als freier Autor zu arbeiten. Seine literarischen Arbeiten beschäftigen sich häufig mit familiären Beziehungen, Erinnerung, Identität und gesellschaftlichen Entwicklungen und zeichnen sich durch eine klare, reflektierende Erzählweise aus. Breite Aufmerksamkeit erhielt er mit dem Roman „Es geht uns gut“, für den er 2005 den Deutschen Buchpreis erhielt. In späteren Werken, darunter „Der alte König in seinem Exil“, setzt er sich auch mit persönlichen Erfahrungen, insbesondere mit der Demenzerkrankung seines Vaters, auseinander. Seine Bücher werden im deutschsprachigen Raum vielfach rezipiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit nimmt er regelmäßig an literarischen Veranstaltungen und öffentlichen Diskussionen teil.
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