Haz Al-Din (Jahrgang 1996) ist ein US-amerikanischer politischer Kommentator, marxistisch-leninistischer Theoretiker und Aktivist sowie Gründungsvorsitzender der American Communist Party (ACP). Er wurde in Dearborn, Michigan, als Sohn schiitischer Einwanderer aus dem Libanon geboren und beschäftigte sich nach eigener Aussage bereits als Jugendlicher intensiv mit Marxismus. Nach einem Studium an der Michigan State University begann er ein Jurastudium, das er nach dem ersten Jahr abbrach, um sich ganz seiner politischen Medienarbeit zu widmen. Seit 2020 ist Al-Din die prägende Figur des Medienkollektivs Infrared, das politische Livestreams, Debatten und theoretische Beiträge veröffentlicht.

2024 gehörte er gemeinsam mit Jackson Hinkle, Carlos Garrido, Noah Khrachvik, Eddie Liger Smith und anderen zu den Gründern der ACP und übernahm deren Vorsitz. Politisch vertritt er einen betont antiimperialistischen Marxismus-Leninismus, verbindet Klassenpolitik mit nationaler Souveränität und sozialistischem Patriotismus und bezieht sich positiv auf die Sowjetunion und die Volksrepublik China. Bekannt wurde er insbesondere durch das Konzept des „MAGA Communism“, mit dem er Teile der populistischen amerikanischen Arbeiter- und Trump-Wählerschaft für eine kommunistische Politik gewinnen will; dieser Ansatz ist auch innerhalb der amerikanischen Linken stark umstritten. Als Vorsitzender der ACP publiziert Al-Din regelmäßig im Parteijournal Red America zu Marxismus, Imperialismus, Multipolarität und dem organisatorischen Aufbau einer kommunistischen Bewegung in den USA.

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