Johann Wadephul (Jahrgang 1963) ist ein deutscher Jurist und CDU-Politiker und seit Mai 2025 Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett von Friedrich Merz. Nach vier Jahren als Zeitsoldat der Bundeswehr studierte er Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, promovierte 1996 zum Dr. jur. und arbeitete als Rechtsanwalt; er ist Fachanwalt für Medizin- und Sozialrecht und inzwischen Oberstleutnant der Reserve. 

Politisch gehört Wadephul seit 1982 der CDU an. Von 2000 bis 2009 saß er im Schleswig-Holsteinischen Landtag und führte dort von 2005 bis 2009 die CDU-Fraktion; seit 2009 gehört er dem Deutschen Bundestag an. Von 2018 bis 2025 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und insbesondere für Außen- und Verteidigungspolitik zuständig. Am 6. Mai 2025 übernahm er als Nachfolger Annalena Baerbocks das Auswärtige Amt. Außenpolitisch steht Wadephul für eine enge Bindung Deutschlands an NATO, EU und die USA, eine Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit sowie umfangreiche Unterstützung der Ukraine. Gegenüber Russland vertritt er einen ausgesprochen konfrontativen Kurs und betrachtet dessen Politik als grundlegende Bedrohung der europäischen Sicherheitsordnung; zugleich betont er, dass diplomatische Verhandlungen möglich bleiben müssten. Vor seiner Ernennung zum Außenminister gehörte Wadephul außerdem dem Beirat der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft an.

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