Simon Rosenthal (Jahrgang 1984) ist ein deutscher Maler, Zeichner und Konzeptkünstler, geboren in Saarbrücken und heute in Bamberg lebend. Von 2004 bis 2009 studierte er an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Kunstdidaktik, Kunstgeschichte, Restaurierungswissenschaften und Philosophie, anschließend Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Elke Hopfe, Ralf Kerbach und Christian Macketanz. 2016 schloss er dort sein Diplom mit summa cum laude ab, von 2016 bis 2018 war er Meisterschüler; später absolvierte er zusätzlich ein Studium der Kunsttherapie.  

Rosenthals Werk umfasst Malerei und Zeichnung ebenso wie Installationen, Plastiken und konzeptuelle Arbeiten. Seine häufig figurative, narrative Malerei greift auf traditionelle, teilweise altmeisterliche Techniken zurück und verbindet sie mit zeitgenössischen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen. Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Werkgruppen „Grabenkunst“, „Corona Staat“, „Sezession“ und „Heimatfront“, in denen er unter anderem gesellschaftliche Polarisierung, staatliche Macht, Krieg, Pandemiepolitik und die Grenzen der Kunstfreiheit thematisiert.  

Wegen eines während der Corona-Zeit entstandenen Kunstwerks wurde gegen Rosenthal wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt; im Oktober 2024 wurde er in der Hauptverhandlung freigesprochen. Der Vorgang wurde dadurch selbst zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit staatlicher Macht und Kunstfreiheit. Seine Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, Dresden, Wuppertal, Bamberg und international gezeigt; neben seiner freien künstlerischen Tätigkeit war er auch als Hochschuldozent tätig.

Website: Atelier Simon Rosenthal  | Galerie Franzkowiak: Simon Rosenthal