Adnan A. Husain ist ein kanadisch-amerikanischer Historiker, Hochschullehrer, Podcaster und politischer Kommentator mit Schwerpunkt auf der Geschichte des mittelalterlichen Mittelmeerraums und der islamischen Welt. Er studierte an der University of California, Berkeley, wo er 1991 den B.A., 1992 den M.A. und 1998 den Ph.D. erwarb, und ist heute Associate Professor für Geschichte sowie Direktor der School of Religion an der Queen’s University in Kingston, Kanada. Seine Forschung beschäftigt sich insbesondere mit den Beziehungen zwischen Muslimen, Christen und Juden vom 10. bis 15. Jahrhundert, den Kreuzzügen sowie den historischen Wurzeln religiöser Ausgrenzung, des Antisemitismus und der Islamfeindlichkeit.  

Husain ist Mitgründer und Direktor des universitären Projekts „Muslim Societies – Global Perspectives“ und verbindet seine historische Forschung ausdrücklich mit gegenwärtigen Fragen zu Kolonialismus, Rassismus, Nahostpolitik und gesellschaftlicher Ungleichheit. Politisch versteht er sich selbst als links; auf seiner Website bezeichnet er sich unter anderem als „Scholar Activist“ und „Left Media Contributor“. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit moderiert er gemeinsam mit Henry Hakamaki den Geschichtspodcast „Guerrilla History“ sowie „The Adnan Husain Show“, in dem er über Geschichte, Religion, linke Politik, den Nahen Osten und internationale Politik spricht. Zu seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gehört der gemeinsam mit K. E. Fleming herausgegebene Band „A Faithful Sea: The Religious Cultures of the Mediterranean, 1200–1700“ (2007); außerdem arbeitet er an Büchern über christlich-muslimische Begegnungen im Mittelalter und die miteinander verflochtenen historischen Wurzeln von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus.  

Website: Adnan Husain