Keiko Yonaha ist eine japanische Wissenschaftlerin, Autorin, Übersetzerin und Friedensaktivistin aus Naha auf Okinawa. Sie lehrte an der Meio University in Okinawa mit Schwerpunkt Sprach- und Englischdidaktik und wurde dort 2019 emeritiert; wissenschaftlich beschäftigte sie sich unter anderem mit der amerikanischen Besatzung Okinawas nach 1945 und veröffentlichte Untersuchungen über die US-Militärverwaltung. Daneben ist Yonaha als Autorin und Lyrikerin tätig; zu ihren Veröffentlichungen gehören der Essayband „Okinawa no Ikari“ („Okinawas Zorn“) und der Gedichtband „Okinawa kara mieru mono“, für den sie den 33. Fukuda-Masao-Preis erhielt; außerdem übersetzte sie Literatur ins Englische und ist Mitglied des japanischen PEN-Clubs. 

Einen Schwerpunkt ihres öffentlichen Engagements bildet die Friedensbewegung Okinawas und der Widerstand gegen eine erneute Militarisierung der Inseln; sie gehört zu den Initiatorinnen von „No More Battle of Okinawa“ und ist Co-Repräsentantin von „No More Battle of Okinawa and Okinawa’s Voice“. In ihren Beiträgen beschäftigt sie sich insbesondere mit den US-Militärbasen auf Okinawa, der japanisch-amerikanischen Sicherheitspolitik, dem Ausbau militärischer Stützpunkte angesichts eines möglichen Taiwan-Konflikts sowie mit gewaltfreiem Widerstand und der Erinnerung an die Schlacht um Okinawa.