Xiaoping, Deng (Autor)

Deng Xiaoping (1904–1997) war ein chinesischer Politiker und der wichtigste Reform- und Modernisierungsarchitekt der Volksrepublik China nach dem Tod von Mao Zedong. Er trat bereits in den 1920er Jahren der kommunistischen Bewegung bei und spielte während des Chinesischen Bürgerkriegs sowie nach der Gründung der Volksrepublik 1949 eine bedeutende Rolle. Während der Kulturrevolution wurde er zweimal entmachtet, kehrte jedoch nach Maos Tod an die Spitze der Parteiführung zurück. Ab 1978 leitete Deng tiefgreifende Wirtschaftsreformen ein, öffnete China für ausländische Investitionen und führte schrittweise marktwirtschaftliche Elemente in das sozialistische Wirtschaftssystem ein. Unter seiner Führung entstanden die Sonderwirtschaftszonen, und die Politik der „Reform und Öffnung“ legte den Grundstein für Chinas wirtschaftlichen Aufstieg. International umstritten blieb seine Verantwortung für die gewaltsame Niederschlagung der Proteste auf dem Tian’anmen-Platz-Proteste 1989. Obwohl Deng nie Staatspräsident oder Generalsekretär der Partei war, galt er bis in die 1990er Jahre als der maßgebliche politische Entscheidungsträger Chinas.

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